Kunterbunte Frühlingsbotenschießen aus dem Herrenberger Boden

Blütenmeer voller Farbtupfer bald an Herrenberger Zufahrtsstraßen, in Bahnhofsnähe und auch in Gültstein

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    Verschönerungsaktion am Straßenrand: Mit dem Traktor hat die Stadt 50 000 Blumenzwiebeln ins Herrenberger Erdreich setzen lassen Foto: red

Artikel vom 26. Februar 2019 - 12:18

HERRENBERG (red). Das Frühjahr steht vor der Tür und lockt erste Triebe und Vorboten farbenfroher Blüten hervor. Die Grundlagen dafür hat die Stadt Herrenberg schon im Winter gelegt und 50 000 Blumenzwiebeln gesteckt.

Noch vor der Jahreswende wurden an den Zufahrtsstraßen zur Kernstadt und zum Stadtteil Gültstein Blumenzwiebel gesteckt. Tulpen- und Narzissen, um genau zu sein. Wenn sie im Frühjahr austreiben, werden sie Blüten ganz unterschiedlicher Farben und Wuchsformen hervorbringen. Auch Blütezeit und Blühdauer variieren je nach Blumenmischung, teilt die Stadt in einer Presseerklärung mit: Klangvolle Namen wie "Flora Nature", "Prima Kitisa", "Prima Annecy-le-vieux" oder "Prima Asnières-sur-Seine" versprechen optische Hingucker. Wobei sich die Gartenbauabteilung des Amtes für Technik, Umwelt, Grün (TUG) nicht wegen der Namen für diese vier Mischungen entschieden hat. "Bunt, freundlich, auffallend" - das waren die Kriterien, nach denen die Zwiebelmischungen ausgewählt wurden. Und ganz nebenbei mussten die Fachleute das Budget im Auge behalten.

Knapp 10 000 Euro hat die Stadt in die kunterbunten Frühlingsboten investiert. Etwas mehr als 50 000 Blumenzwiebel konnten dafür gesteckt werden. Maschinell, denn in Handarbeit hätte man dies nicht bewältigen können. Zusammen mit den Blumen in den Wechselflor-Beeten und den - ebenfalls bunten - Blühmischungen aus den "Herrenberger Samentütchen" werden sie von März an für Farbtupfer im Stadtbild sorgen. Und das nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in den (Früh-)Jahren darauf. Sieben Jahre lang werden die Tulpen und Narzissen jeweils neu austreiben, bevor sie in ihrer Pracht ein wenig nachlassen.

Gezielt wurden auch die Flächen zum Stecken der Blumenzwiebel ausgewählt: In der Nagolder, der Hildrizhausener, der Horber und der Seestraße war der kleine Traktor mit der angehängten Steckmaschine unterwegs. Entlang der städtischen Einfahrtsstraßen und auch in Bahnhofsnähe werden die Frühlingsblüher wachsen, schließlich möchte man neben den Autofahrern auch die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln bei ihrer Ankunft in der Mitmachstadt auf kunterbunte Art und Weise willkommen heißen.

Ganz bewusst wurden die Blumenzwiebeln auch in Gültstein gepflanzt - der Stadtteil feiert in diesem Jahr sein 1250-Jahr-Jubiläum. Und im Wissen um dieses ganz besondere Ereignis kamen die Blumenmischungen deshalb entlang der Altinger Straße, der Schloßstraße, der Friedhofstraße, der Tailfinger Straße, am Bahnhof und am so genannten "Era-Kreisel" im Gültsteiner Industriegebiet in den schmalen Streifen Erde, der überall zwischen Fahrbahnrand und begleitendem Fuß- und Radweg zu finden ist.

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