Merzing wird Finanzdezernent in Herrenberg

Gemeinderat wählt Nachfolger von Gabrielle Götz-Getzeny

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    Gabrielle Götz-Getzeny gratuliert ihrem Nachfolger Stefan Merzing Foto:kru

Artikel vom 20. Februar 2019 - 15:30

Von Käthe Ruess

HERRENBERG. Stefan Metzing tritt Mitte Mai die Nachfolge von Gabrielle Götz-Getzeny an. Diese Personalentscheidung hat der Herenberger Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend getroffen: Einstimmig wählten die Ratsmitglieder den bisherigen Stadtkämmerer zum künftigen Finanzbürgermeister.

Matthias Beck aus Remseck, der - nach dem Rückzug der Herrenbergerin Frauke Schwarting - als einziger Konkurrent auf das achtjährige Wahlamt aus dem vom Ältestenrat und FDP-Stadtrat aus sieben Bewerbungen vorausgewählten Bewerber-Trio übriggeblieben war, war chancenlos. Mit Metzing habe er einen extrem kompetenten Mitbewerber gehabt, dankte Herrenbergs Oberbürgermeister dem 40-Jährigen aus Remseck für den Mut, sich zur Wahl zu stellen.

"Sie sehen mich sprachlos", kommentierte Stefan Metzing das 100-Prozent-Wahlergebnis: Dieses werde ihm noch mehr Ansporn sein. Die Zeit bis zur offiziellen Amtsübernahme von Gabrielle Götz-Getzeny, die am 14. Mai in den Ruhestand gehen wird, werde er ab sofort nutzen, um sich einzuarbeiten, hatte Metzing bereits in seiner Bewerbungsrede direkt vor der Wahl angekündigt. Darin hatte der Diplom-Verwaltungswirt (FH) und Diplom-Kaufmann in freier Rede seinen beruflichen Werdegang Revue passieren lassen, der ihn bereits vor über 16 Jahre in die Herrenberger Stadtverwaltung führte, die letzten rund viereinhalb Jahre davon als Verantwortlicher für die Stadtkämmerei. Nun biete sich ihm "die einmalige Chance" strategische Fragestellungen, die er bisher schon als Gabrielle Götz-Getzenys Stellvertreter begleitet habe, aktiv zu gestalten.

Entscheidungen, die für den Stadtwald in Verbindung mit der Änderung des Landeswaldgesetzes getroffen werden müssen, und die Digitalisierung von wiederkehrenden Prozessen, um Freiräume für Mitarbeiter zu schaffen, seien für ihn wichtige Themen in der nächsten Zeit. Auch dafür "das Parken anders zu denken" als bisher, sei er offen. Beim ÖPNV, der als Teil des Stadtwerke-Portfolios ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich des Beigeordneten für das Finanzwesen fällt, gelte es, die für Herrenberg passenden Schlüsse aus der Modellstadt-Phase für die Zeit nach Auslaufen der üppigen Bundeszuschüsse zu ziehen. Mit Blick auf sein bisheriges Kernarbeitsgebiet, den städtischen Haushalt, kündigte er an, dass unter seiner Führung "solides Wirtschaften als Markenzeichen der Stadt" beibehalten werden soll.

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