Herrenberg erhält 190 000 Euro

Schadensersatz für Schließung des Naturbads 2015 und 2016

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    Die Stadt Herrenberg erhält nach einem außergerichtlichen Vergleich 190 000 Euro Schadensersatz für die Schließungen des Bads in den Sommern 2015 und 2016 Foto: Thomas Bischof

Artikel vom 19. Februar 2019 - 16:18

HERRENBERG (red). Die Stadtwerke Herrenberg haben einen außergerichtlichen Vergleich mit der Haftpflichtversicherung des Generalplaners des Naturfreibads abgeschlossen. Als Schadensersatz für die Schließungen des Bads in den Sommern 2015 und 2016 erhält die Stadt laut einer Pressemitteilung 190 000 Euro.

"Ich bin sehr erleichtert, dass wir diese außergerichtliche Einigung erzielen konnten", sagte die für die Stadtwerke zuständige Bürgermeisterin Gabrielle Götz-Getzeny. Dies sei ein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Stadtwerke hatten für das am 15. Mai 2015 eröffnete Naturfreibad die Wasserwerkstatt aus Bamberg mit der Planung und dem Bau des Freibads beauftragt. In den Sommermonaten 2015 und 2016 musste das Bad vier Mal schließen, weil das Badewasser mit Keimen belastet war, die deutlich über dem erlaubten Grenzwert lagen. Im Sommer 2016 wurde die Badesaison Anfang August vorzeitig beendet. Schuld war jeweils das Bakterium Pseudomonas aeruginosa, ein weit verbreiteter Boden- und Wasserkeim.

Für die Suche nach dem Grund der Grenzwertüberschreitung schalteten die Stadtwerke Sachverständige ein und beauftragten ein Institut, um die Qualität des Wassers engmaschig überwachen zu können. Weitere Kosten entstanden, weil die Besitzer von Saisonkarten entschädigt wurden. Der jetzt abgeschlossene Vergleich dient zur Schadensregulierung dieser damals entstandenen Mehrkosten.

Als wesentliche Ursache der Verunreinigung stellten die Gutachter im Herbst 2016 mangelhaftes Granulat im Neptunfilter, dem "Herzstück" der biologischen Wasserreinigung, fest. Der Filter wurde im Winter 2016/17 komplett mit 1800 Tonnen neuem Granulat bestückt. Dafür hatten die Stadtwerke im November 2016 eine Sanierungsvereinbarung mit der Haftpflichtversicherung des Generalplaners abgeschlossen. Diese beinhaltete, dass die Sanierung der Filteranlage sowie alle erforderlichen Nachbesserungen auf Kosten des Generalplaners im Rahmen der Gewährleistungspflicht erfolgen.

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