Herrenberger Messflotte gestartet

Fahrzeug-Module geben Auskunft über Fahrverhalten

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    Andreas Jorden vom Bosch-Service Gottlob Maier baut ein Messmodul in ein Auto ein Foto: red

Artikel vom 04. Dezember 2018 - 15:36

HERRENBERG (red). Die ersten Autos sind ausgestattet: Mit einem Messmodul versehen fahren sie ab sofort im Auftrag der Stadt für das Projekt "Stadtluft verbessern" durch Herrenberg und liefern dabei bis Dezember 2020 Daten, aus denen die Experten Rückschlüsse auf die Auswirkungen der Modellstadt-Maßnahmen auf die Luftqualität ziehen.

Insgesamt sind zirka 45 Freiwillige (26 Privatfahrzeuge, fünf Dienstfahrzeuge der Stadt und 15 bis 20 Fahrzeuge einer Fahrschule) dem Aufruf der Stadtverwaltung gefolgt und stellen ihr Auto für die Herrenberger Messflotte zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden in den nächsten zwei Wochen mit Messmodulen der Robert Bosch GmbH ausgestattet. Der Einbau dauert 30 bis 45 Minuten pro Fahrzeug und hinterlässt keine Spuren. Die Messmodule senden Daten über das Fahrverhalten auf den Hauptstrecken in Herrenberg, zum Beispiel zum Beschleunigen und Halten, mit denen man Rückschlüsse auf den wahrscheinlichen Stickoxidausstoß ziehen kann.

"Die gewonnenen Daten geben uns wichtige Hinweise auf die Auswirkung unserer Maßnahmen. So können wir beispielsweise feststellen, ob die geplante grüne Welle auch im Alltag funktioniert", erläutert die städtische Klimaschutzbeauftragte Lisa Bartholomä. Weniger Stop-and-Go-Verkehr ist eines der Ziele bei diesem Projekt, das mit einer besseren Verkehrslenkung und -steuerung erreicht werden soll. Ein attraktiveres Bus-Angebot und eine App, die umweltfreundliche Mobilitätsangebote vernetzt darstellt, sind weitere Bausteine.

Herrenberg ist eine von bundesweit fünf Städten, die als Modellkommunen für saubere Luft ausgewählt wurden. Die Bundesregierung finanziert in diesem Modellprojekt innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Reduzierung von Stickoxiden.

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