Ein buntes Ausrufezeichen für die Artenvielfalt

Herrenberg verschenkt Tütchen mit heimischen Blumensamen - Nahrungsquelle für Bienen

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    Eine Augenweide für Gartenfreunde und Insekten: Den Blütentraum für Topf und Garten gibt's kostenlos an zahlreichen Stellen in der Stadt Foto: red

Herrenberg soll bunter werden. Und am besten auch insektenfreundlicher. Zu diesem Zweck hat sich die Gäumetropole etwas Besonderes ausgedacht: Getreu dem Motto "Mitmachstadt" verteilt sie rund 5000 Samentütchen an die Bürger, damit sie heimische Blumen im eigenen Garten oder auf dem Balkon aussäen können.

Artikel vom 16. Mai 2018 - 11:12

HERRENBERG (red). Bunte Blumen sind nicht nur ein echter Hingucker zu Hause und in der Stadt, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Einen Blütentraum für Topf und Garten zum Selber-Säen verschenkt die Stadt Herrenberg jetzt im handlichen Samentütchen an alle Hobbygärtner und Blumenfreunde.

Die praktischen Samentütchen gibt es im Bürgeramt am Marktplatz, in den Bezirksämtern in den Stadtteilen sowie in der Volkshochschule, der Stadtbibliothek und der Musikschule. Dort können sie kostenlos abgeholt werden. Wer eine eigene kleine "Insektentankstelle" anlegen möchte, sollte die Samen im Mai in ein feinkrümeliges Saatbeet streuen, leicht andrücken und ausreichend wässern.

Ringelblume und Klatschmohn für Topf und Garten

Von Juni bis September blühen die einheimischen Arten dann kräftig bunt und werden bis zu 80 Zentimeter hoch. Die Feldblumenmischung enthält unter anderem Acker-Ringelblume, Kornblume, Wucherblume, Feld-Rittersporn, Klatschmohn, Lichtnelke und Stiefmütterchen.

Damit die bunte Blumenpracht auch auf städtischen Flächen in ein Blütenmeer verwandelt, legt das Amt für Technik, Grün und Umwelt in den Maiwochen rund 8000 Quadratmeter Blumenwiesen an. "Damit wollen wir unsere ökologische Vorbildrolle ausbauen", erklärt der städtische Umweltbeauftragte und Ideengeber Jürgen Baumer.

Mit der Samentütchen-Aktion, die die Stadt im Übrigen rund 3000 Euro kostet, können die Bürger mitmachen und ein buntes Ausrufezeichen für die Artenvielfalt setzen. "Wer dieses bunte Highlight wachsen lässt, stellt damit eine wichtige Nahrungsquelle für viele Arten von Insekten bereit und leistet einen Beitrag gegen das Insektensterben", betont Baumer.

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