Herrenberg treibt Digitalisierung voran

Land bewilligt 40 000 Euro Fördermittel

Artikel vom 08. Mai 2018 - 17:18

HERRENBERG (red). Digitale Angebote, effizientere Arbeitsweisen und mehr Service für die Bürgerinnen und Bürger - diese Ziele verfolgt die Stadt Herrenberg im Zuge ihrer Zukunftsoffensive. Für drei Digitalisierungsansätze erhält die Stadt nun 40 000 Euro aus Fördermitteln des Landes.

"Wir haben uns auf den Weg gemacht, die Stadt fit zu machen für die Zukunft und die steigenden Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger", erläutert Hauptamtsleiter Tom Michael. Die Förderung durch das Land und erste Erfolge bestätigten, dass der eingeschlagene Weg der richtige sei. Finanzbürgermeisterin Gabrielle Getzeny hat die Förderzusage für das Projekt "Digital@hbg" am Donnerstag im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration aus den Händen von Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl in Empfang genommen. "Mit dieser Unterstützung kommen wir dem Ziel einer zukunftsfähigen, nachhaltigen und modernen Verwaltung ein gutes Stück näher", sagt Getzeny.

Das Digitalisierungsprojekt "Digital@hbg" besteht aus drei Bausteinen: Es soll eine gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie erarbeitet, ein Service-Büro-Bauen aufgebaut und ein New-Work-Ansatz in der Arbeitsorganisation umgesetzt werden. "Wir haben bereits einen Prozess gestartet, der als Ideengeber für die Verwaltungsdigitalisierung fungiert", erklärt Michael. Die einzelnen Maßnahmen sollen nun in eine Gesamtstrategie überführt und durch ein in den Arbeitsalltag integriertes Projekt-Controlling-System umgesetzt werden.

Drei Bausteine sollen die Stadt fit für die Zukunft machen

In einem Service-Büro-Bauen soll der Service der Bauverwaltung für Bauherren und Bauwillige gebündelt und verbessert werden. Im Zuge des E-Government geht es hier um die digitale Abwicklung von Anträgen und Genehmigungsverfahren in einem sensiblen Rechtsbereich. Hierfür werden Prozesse und notwendige Ausstattung analysiert.

Unter dem Stichwort "New Work" verbirgt sich ein Ansatz aus der Start-Up-Szene, der in Verwaltungen und anderen hierarchisch strukturierten Organisationen bislang untypisch ist: die Selbstorganisation von Teams. Flache Hierarchien, hohe Mitarbeiterzufriedenheit, mehr Dynamik und Innovation verspricht sich die Stadt von diesem Ansatz. Die Technischen Dienste fungieren hier als Vorreiter und Modellbeispiel, an dem die erfolgskritischen Hilfsmittel und notwendige Maßnahmen erarbeitet werden. Begleitet wird der Prozess von externen Beratern.

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