Delegiertenversammlung des VfL Herrenberg

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    Die große Schar der Ausgezeichneten bei der Delegiertenversammlung des VfL Herrenberg mit dem Vorsitzenden Werner Rilka (links) und dem neuen Ehrenmitglied Günther Ansel Foto: hos

"Es ist Jahr für Jahr beeindruckend, was der VfL Herrenberg leistet", staunte Herrenbergs Oberbürgermeister Thomas Sprißler selbst bei seiner elften Teilnahme an einer Jahreshauptversammlung des größten Vereins der Stadt aufs Neue.

Artikel vom 10. April 2018 - 18:06

Von Holger Schmidt

HERRENBERG. Vorsitzender Werner Rilka berichtete am Montagabend vor den Delegierten der 20 Abteilungen in der vollbesetzten Alten Turnhalle erneut von einem erfolgreichen Jahr, in dem sich der Verein mit aktuell 4951 Mitgliedern gut und solide weiterentwickelt hat.

Wobei das sicherlich noch schwäbisches Understatement war angesichts der deutlichen Akzente, die der VfL Herrenberg 2017 nicht nur mit seiner engagierten Teilnahme beim Stadtfest oder dem neuen Rekord von 324 abgelegten Sportabzeichen gesetzt hat. Die sportlichen Erfolge reichten vom Aufstieg der Fußballfrauen über sieben WM-Medaillen für die Abteilung Kampfkunst bis hin zum neuen Trend E-Sport. "Vor einem halben Jahr habe ich auch noch nicht gewusst, was dahinter steckt", gab Werner Rilka unumwunden zu. Doch mittlerweile ist der VfL insbesondere nach Ausrichtung seiner ersten E-Sport-Veranstaltung in Baden-Württemberg weit vorn. "Wenn das Erlebnis und die Sozialkontakte im Verein gebündelt werden, dann ist es der richtige Ansatz", ermunterte auch Schultes Sprißler Rilka und seine Mitstreiter, in dieser Richtung weiterzumachen.

Blieb die Schießmauer, das heißt die Neugestaltung der Stadiongaststätte und der Frauen-Umkleiden. Auch hier demonstrierten Verein und Stadt Geschlossenheit. "Wir wollen gemeinsam mit Vollgas einen Neubau realisieren", unterstrich Thomas Sprißler. Werner Rilka legte sogar schon erste Rohentwürfe vor und gab das Ziel aus, im Frühjahr 2019 den Bau zu beginnen und erste Teile ab Ende kommenden Jahres zu nutzen. Neben Funktionsräumen und Bistro soll dann auch die Vereinsgeschäftsstelle vom kapazitätsmäßig ausgelasteten VfL-Center an den neuen Standort umziehen.

Finanziell scheint Luft, wie das überaus positive Jahresergebnis mit einem Gewinn von 154 000 Euro bei Einnahmen knapp über der Millionengrenze verdeutlichte. Die einstimmige Entlastung von Schatzmeisterin Anita Klenner war ebenso reine Formsache wie die Wiederwahl von Werner Rilka, Vize Jürgen Metz und Schriftführerin Daniela Schuster, die mit dem gleichen Ergebnis von der Versammlung für zwei weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt wurden.

Höchste Auszeichnung wird an Günther Ansel vergeben

Aus der Schar der 44 Ehrungen für jahrzehntelange Vereinstreue und besondere Verdienste ragte einer besonders heraus: Günther Ansel. Seit 1965 gehört er dem VfL Herrenberg an, fungierte unter anderem als Leichtathletik-Abteilungsleiter und Vorstandsmitglied. Grund genug, ihn mit der höchsten zu vergebenden Auszeichnung, der VfL-Verdienstmedaille in Gold, sowie der Ehrenmitgliedschaft als jetzt fünftes lebendes Ehrenmitglied zu belohnen. VfL-Verdienstnadeln in Gold erhielten Sonja Kugler und Jan Schmedding (beide Tischtennis), die gleiche Ehrung in Silber ging an Katja Jenkner-Paulus (Ski), Jacqueline Pirk und Georg Gerlach (beide Tischtennis) sowie Günther Dengler und Erich Schrade (beide Fußball).

Bei den Mitgliederjubilaren machte Walter Holz 70 Jahre voll, nur zehn Jahre weniger sind Julie Block, Hans Holz, Erich und Gerda Rode, Gerhard Schwarz sowie Dietmar Walter bei der Stange. Das halbe Jahrhundert komplettierten Friedemann und Kurt Dieterle, Martin Gerlach, Michael Katz, Bernhard und Josef Oster, Manfred Rommel, Elfi Scherner sowie Eberhard Schilling. Außerdem kamen Inge und Volker Beck, Joachim Braitmaier, Christl Bühler, Josef Czimmer, Rolf Eitelbuß, Frank Emde, Petra und Sonja Grund, Dr. Hans Dieter Heine, Hannelore Hiller, Peter Holz, Detlef und Inge Jenkner, Eva Leyrer, Joachim Maier, Marianne Müller, Michael Schrottwieser, Erika Wolf und Steffen Wörner bei der Vereinszugehörigkeit ins Schwabenalter.

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