Thomas Sprißler feiert Amtsjubiläum als Oberbürgermeister

Seit zehn Jahren hat der 52-Jährige den Chefsessel im Herrenberger Rathaus inne

  • img
    Einen Blumenstrauß und Gutschein zu seinem "Zehnjährigen" als OB in Herrenberg überreichten am Dienstabend Thomas Deines (Freie Wähler, rechts) und Bodo Philipsen (SPD). Dieser hatte zuvor "außerhalb der Tagesordnung" eine Laudatio auf den Jubilar gehalten Foto: Käthe Rueß

Artikel vom 28. Februar 2018 - 17:12

HERRENBERG (red). Vor zehn Jahren, am 21. Februar 2008, hat Thomas Sprißler den Chefsessel des Oberbürgermeisters im Herrenberger Rathaus bezogen. Unter seiner Führung haben sich die Stadt und die Verwaltung in vielen Aspekten verändert. Die Stadt hat dazu eine Pressemitteilung herausgeschickt.

Zunächst entstand unter dem Motto "Mitmachstadt" eine vielfältige Engagement-Landschaft. Heute wird in Herrenberg eine Verantwortungspartnerschaft zwischen Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung gelebt. In die Entscheidungen der Stadt sollen das Fachwissen, die Kompetenz und das Engagement der Bürger eingebunden werden. Beispielhaft waren der runde Tisch zum Freibad-Neubau, das inzwischen etablierte Jugendbeteiligungsmodell oder aktuell die Planungscafés für den integrierten Mobilitätsplan. "Allerdings bedeutet Bürgerbeteiligung nicht die Erfüllung von Bürgerwünschen", stellt das Stadtoberhaupt klar.

"Herrenberg 2020" hieß die Zukunftsvision, die Sprißler zu Beginn seiner Amtszeit in einem Leitbildprozess mit vielen Beteiligten aus Bevölkerung, Gemeinderat und Verwaltung erarbeitet hat. Diesem Handlungsleitfaden folgend, haben OB und Gemeinderat viele Entwicklungen angestoßen und Veränderungen in der Stadt bewirkt. "Die Ergebnisse von Herrenberg 2020 sind sehr vielfältig: Bauprojekte, Aktionen im Umweltschutz, Förderung der Kultur, neue Freizeitmöglichkeiten, Ausbau des Wirtschaftsstandorts, Entwicklung von Wohngebieten oder ein verändertes soziales Miteinander", sagt Sprißler.

Als schwierigstes Projekt in seiner bisherigen Amtszeit bezeichnet der Schultes den Bau des Naturfreibads. Die ersten beiden Betriebsjahre - 2015 und 2016 - endeten jeweils mit zahlreichen Schließtagen aufgrund einer Wasserverunreinigung durch den so genannten Pfützenkeim. "Wir hatten beim Start großes Pech. Leider haben wir nicht das geliefert bekommen, was wir bestellt hatten", blickt der Sprißler zurück. Mit viel Eigeninitiative und Unterstützung durch Gästebeirätin Heike Völker konnte schließlich die Ursache für die Probleme gefunden und behoben werden. Umso glücklicher zeigt sich Sprißler über die erste Saison ungetrübter Badefreuden letzte Jahr.

Jede Menge auf der To-Do-Liste

Die Agenda bleibt auch in den nächsten Jahren prall gefüllt: Die Aufwertung der Herrenberger Innenstadt und eine Veränderung des Mobilitätsangebots stehen ganz oben auf der Liste. Das gilt umso mehr, nachdem Herrenberg Anfang der Woche als eine von fünf Modellstädten bundesweit auserkoren wurde, um endlich die Belastung mit Stickoxiden in den Griff zu bekommen. Auch die verschiedenen Aspekte des integrierten Mobilitätsplans sollen auf die Herausforderung reagieren, die in Herrenberg vor allem durch die zwei mitten durch die Stadt führenden Bundesstraßen mit Auto- und Schwerlastverkehr verursacht werden.

Der Baustart für das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum Seeländer-Areal steht im Sommer bevor. Damit einher geht die Umgestaltung der Seestraße bis 2020. "Wir stellen uns dort ein gutes Miteinander von Autos, Fahrrädern und Fußgängern sowie eine neue Anbindung an die Altstadt vor", erklärt Sprißler.

Weitere Topthemen und gleichzeitig Herzensanliegen von OB Sprißler sind der Ausbau von Bildung und Betreuung, das Baugebiet Herrenberg-Süd, die Freizeitanlage Längenholz, die Wiederbelebung des historischen Fruchtkasten und die Sanierung der Verwaltungsgebäude. Neben diesen Großprojekten geht es darum, den Bürgerservice stetig auszubauen und unter dem Stichwort "Digitalisierung" zu modernisieren.

Die offizielle Amtseinsetzung war am 27. Februar 2008. Bei seiner Wiederwahl am 29. November 2015 wurde Sprißler mit 97,5 Prozent der Stimmen bestätigt. Zuvor war Sprißler 14 Jahre Bürgermeister in Mötzingen tätig. Dort begann er nach seinem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt seine Karriere als Kämmerer. Thomas Sprißler ist 52 Jahre alt und hat drei Kinder.

Verwandte Artikel