Freier Blick frei auf die Produktion

Backhaus-Einweihungswochenende bei Bäcker Baier in Gültstein fand riesigen Anklang - Feierliche Baumpflanzaktion

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Es ist schon ein stolzer Baum, den die Ehrengäste da am Samstag zu Ehren des Backhaus-Neubaus von Bäcker Baier im Gültsteiner Gewerbegebiet mit vereinten Kräften in die Erde bugsierten, zugegeben: mit etwas maschineller Unterstützung.

Artikel vom 21. September 2016 - 17:36

Von Sabine Ellwanger

GÜLTSTEIN. Die Pflanzaktion, eingebettet auch ins Bürgerprojekt "Herrenberger Streuobst-Erlebniswochen", markierte den feierlichen Höhepunkt der offiziellen, öffentlichen Backhaus-Einweihung, die auf riesige Resonanz stieß und eine immense Zahl an Besuchern anlockte.

Für Bäckerei-Chef Jochen Baier war die Baumaktion vielleicht ein kleiner Moment zum Durchschnaufen nach den wochenlangen Vorbereitungen dieses großen Einweihungs-Festwochenendes mit einer Messe auf der Lieferanten, Kunden und am Bau beteiligte Unternehmen ihre Leistungen und Sortimente präsentierten. "Vor allem bin ich froh über dieses riesige Interesse - und dass das Wetter mitmacht", atmet der Bäckermeister auf, denn zumindest am Samstag war Petrus gnädig. "Wir haben so viel organisiert, vorbereitet und gebacken für unsere Gäste, denen wir zeigen möchten, wie wir traditionelles Handwerk in unserem Backhaus innovativ leben."

Dieses neue Backhaus in der Gültsteiner Hewlett-Packard-Straße 2, nach einem knappen Jahr Bauzeit fertiggestellt, ist ein echter Meilenstein in der 180-jährigen Firmengeschichte der Bäckerei mit Stammhaus in der Herrenberger Fußgängerzone. 50 Meter lang, 20 Meter breit, zweigeschossig bietet die "gläserne Backstube" - sie ist vom Café aus durch eine raumhohe Scheibe einsehbar - Raum für moderne Backprozesse im optimierten Zusammenspiel der Abläufe.

Die Mehle kommen vom Fuße der Zollernalb

Das Angebot zum Backstubenrundgang nahmen die Besucher sehr gerne an, die Menschenschlange riss nicht ab. Große und kleine Gäste folgten dem Weg der Rohstoffe hindurch durchs Lager und die Verarbeitungsschritte, erlebten live die Bäcker bei Teigfertigung, beim Brotformen und Brezelschlingen, konnten Blicke in Konditorei und Snackküche werfen - und schließlich die fertigen Back- und Konditoreiwaren im Café und auf den Terrassen genießen.

Auch die Frage interessierte: "Woher kommen die Mehle?" Die Antwort: Alle, nämlich Dinkel, Emmer, Weizen, Roggen und Hafer stammen von der 140 Hektar großen Ackerfläche des Rosenfelder Schönberghofes am Fuße der Zollernalb. Landwirt Manfred Kränzler, der den überwiegenden Teil seiner Ernte nach Herrenberg liefert, verbinden nicht nur rund 20 Jahre gemeinsame Arbeit und die "faire Geschäftsbeziehung" mit Jochen Baier: "Wir gehen einen Weg gemeinsam, uns beide begeistert der Ehrgeiz, Qualität herzustellen. Wir nehmen in Kauf, dass ein Getreide weniger ertragreich ist, wenn es besser schmeckt und bekömmlicher ist. Getreide und Mehl sind die Seele des Brots."

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