Gärtringen: Orange-silbernes Fahrzeug sammelt Straßendaten

Ein Vermessungsgefährt erfasst den Gärtringer Straßenraum, um die Planung für Sanierungen zu erleichtern

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    Ungewohnter Anblick: Dieses Gefährt kurvt momentan durch die Straßen Gärtringens Foto: red

Artikel vom 13. Mai 2020 - 17:00

GÄRTRINGEN (red). Das orange-silberne Messfahrzeug mit Kameras auf dem Dach, das derzeit durch Gärtringen fährt, dürfte einigen schon aufgefallen sein. Die Gemeinde hat einen Berliner Technologieanbieter beauftragt, den Zustand der Straßen genau aufzunehmen, optisch zu erfassen und aufzubereiten. Die Daten der Dokumentation dienen der Kommune als Grundlage für den Aufbau eines digitalen Straßenkatasters und Erhaltungskonzeptes.

Um das Straßennetz funktionsfähig und sicher zu erhalten, sind Unterhaltungs- und auch Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Damit vorhandene Mittel möglichst optimal eingesetzt werden, will die Gemeinde diese Aufgaben auch zukünftig auf Basis der erfassten Zustandsdaten planen. Dazu nimmt besagtes orange-silbernes Gefährt die etwa 65 Kilometer an kommunalen Straßen und Wegen genau auf. "Die zuständigen Mitarbeiter haben die Straßenerhaltung im Blick, können Vergleiche zu bereits vorhandenen Daten ziehen, Prognosen ermitteln und Maßnahmen sinnvoll planen", erklärt Gärtringens Bürgermeister Thomas Riesch. "Bei Bedarf haben sie die Möglichkeit, jeden Straßenabschnitt direkt am Rechner in Augenschein zu nehmen. Das spart Zeit und Geld für Begutachtungen vor Ort und macht unsere Arbeit noch deutlich effektiver."

Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen erfasst werden. Zahlreiche Kameras erfassen gleichzeitig den Straßenraum und nehmen die Verkehrsanlagen auf. "Die Daten werden ausschließlich zu internen Zwecken, also für die Dokumentation der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, genutzt", versichert die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Die beauftragte Firma soll zu verkehrsarmen Zeiten fahren

Die beauftragte Firma bemüht sich, in verkehrsarmen Zeiten zu fahren und spezielle Flächen mit geringem Personenaufkommen zu erfassen, um möglichst wenige persönliche Bilddaten aufzunehmen. Die Fahrzeuge sind zudem mit entsprechendem Signal und als Vermessungsfahrzeuge gekennzeichnet. "Eine Zuordnung persönlicher Daten zu den erfassten Bilddaten erfolgt in keinem Fall", heißt es von Seiten der Gemeinde weiter. Die Datenaufnahme ist wetterabhängig und dauert wenige Tage, die digitalen Daten werden in das örtliche Geoinformationssystem eingepflegt. "Wir sind bestrebt, bei der Erfassung möglichst viele Fachdaten für unsere Gemeinde zu generieren", führt Riesch weiter aus. "Gleichzeitig legen wir natürlich großen Wert auf eine sehr gute Datenqualität, denn nur so können wir die Ergebnisse später wirklich vielseitig und sinnvoll verwenden."

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