Nach Rohrau kommt der Halbstundentakt

Verbesserungen treten zum Teil schon vor Sommer in Kraft

Artikel vom 12. April 2018 - 17:54

Von Käthe Ruess

GÄRTRINGEN. Wie der Ortschaftsrat hat auch der Gemeinderat einstimmig grünes Licht für die von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagenen Verbesserungen des Fahrplans der Buslinie 753 gegeben. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wurde deren bisherige Linienführung von Gärtringen nach Rohrau verändert und die Linie zudem über die Nufringer Gewerbegebiete weitergeführt. Inzwischen wurden durch Fahrgastbeschwerden einige Schwachstellen deutlich (die KRZ berichtete).

Nun sollen, wie die Verwaltung in ihrer Drucksache schreibt "zum nächstmöglichen Zeitpunkt" mit vier zusätzlichen Fahrtenpaare vor allem die bisherigen Lücken geschlossen werden, so dass ab 13 Uhr bis zum Betriebsschluss inklusive Ruftaxi ein durchgängiger Halbstundentakt entsteht. Außerdem soll die erste Fahrt ab dem Rohrauer Rathaus schon um 5.59 Uhr starten und nicht wie aktuell um 6.09 Uhr. Auch der darauffolgende Bus wird vorgezogen. Er soll in Zukunft statt um 6.39 Uhr um 6.24 Uhr abfahren. Die entstehenden Kosten werden zur Hälfte vom Landkreis und zur Hälfte von der Kommune getragen, wobei der kommunale Anteil laut Beschlussfassung nicht mehr als 6000 Euro jährlich betragen darf.

Für dieses schnelle Handeln mit dem Ziel, die größten Mängel abzustellen, erntete die Verwaltung Lob von den Ratsfraktionen. Bedauern löste dagegen das "Nein" des Nufringer Gemeinderats zur anteiligen Beteiligung an den Kosten aus.

Eine Lösung für das Problem der unterschiedlichen Fahrpreise für die Verbindung zwischen Gärtringen und Rohrau, das durch das Tarifgefüge des VVS entstanden ist, gebe es dagegen nicht, informierte Gärtringens Hauptamtsleiter Norbert Sünder. Für Fahrgäste, die aufgrund der Buslaufrichtung die Schleife über Nufringen fahren müssen, bedeutet das, dass sie weiterhin anstelle eines Kurzstreckentickets für 1,40 Euro ein Ticket für eine Tarifzone für 2,60 Euro lösen müssen. Verwaltungsintern werde geprüft, ob die Gemeinde an die Buslinie 753 gebundene Vierertickets verkauft, bei denen jede Fahrt mit rund einem Euro bezuschusst wird, so Sünder weiter. Den finanziellen Aufwand dafür schätzt er auf 200 bis 300 Euro pro Jahr.

Verwandte Artikel