In der Vereinsgaststätte in Hildrizhausen wird weiter gekocht

TSV Hildrizhausen macht sich für seine Vereinsgaststätte und Pächterfamilie Mavrakis stark - Essen kann vor Ort abgeholt werden

Artikel vom 06. April 2020 - 14:36

Von Martin Müller

HILDRIZHAUSEN. Wirtshäuser und Gaststätten müssen in Zeiten der erhöhten Ansteckungsgefahr geschlossen bleiben - was viele an den Rand des Ruins treibt. Doch in Hildrizhausen macht sich der TSV nun stark für das Überleben seiner Vereinsgaststätte.

Pünktlich muss Miete gezahlt werden, Pachtverträge wollen erfüllt sein, Kredite gilt es abzuzahlen. Doch was tun, wenn die Einnahmen wegbrechen und kein Umsatz mehr generiert werden kann? Der TSV Hildrizhausen mit seinen Vorsitzenden Dieter Trick und Helmut Link hat beschlossen, den Mavrakis, die seit 2013 das Vereinsheim gepachtet haben, nun auf dem Weg der Öffentlichkeitsarbeit unter die Arme zu greifen. "Wir setzen alle Hebel in Gang, um die Pächterfamilie zu unterstützen."

Durch die angeordnete Schließung sind für Sandra Mavrakis und ihre Familie mindestens 14 Großveranstaltungen wie Konfirmationen, Geburtstage oder Leichenschmause weggebrochen. Ein Verlust, der kaum zu kompensieren ist, von den einfach so wegbleibenden Tagesgästen ganz zu schweigen. "Die Fortführung einer funktionierenden Gastronomie hat für uns aber einen hohen Stellenwert", bekundet Helmut Link - zumal sich die hohe Qualität und Freundlichkeit der Mavrakis herumgesprochen habe. Und so kamen die Vereinsvorsitzenden auf die Idee, vor Ort einen Essens-Abholservice einzurichten und zu bewerben.

Zwar darf in der Wirtschaft selbst nicht mehr gegessen werden. Aber es wird dort nach wie vor gekocht. Und gegen Vorbestellung können die Mahlzeiten dann einfach mit nach Hause genommen und dort verzehrt werden, so die Idee.

Seit Dienstag ist eine kostenlos eingerichtete Internetseite scharf geschaltet - http://www.tsv-gaststaette.com - auf der das tagesaktuelle Essensangebot eingesehen werden kann. Zu haben gibt es dann beispielsweise einen großen Wurstsalat, Kässpätzle mit Zwiebeln oder auch den großen griechischen Bauernsalat, die Gyros-Pfanne oder die Ägäis-Platte. Gekocht und Essen herausgegeben wird zwischen 11 und 18 Uhr.

Frisch vom Start weg sei das Angebot gut angenommen worden, berichtet Helmut Link. "Speziell unter der Woche" dürften aber durchaus noch mehr anklopfen und vorbeischauen, um ihre Leckereien abzuholen, macht sich der Vereinschef für die schwäbisch-griechische Küche des Vereinsheims stark. Und wer den Weg in die Herrenberger Straße 60 scheut - der kann sich das Essen auch ganz bequem direkt nach Hause liefern lassen.

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