Anzeige

Spürnase Aska rückt dem ALB auf den Panzer

Asiatischer Laubholzbockkäfer (ALB) in Altdorf: Zweites Kronenmonitoring startet am kommenden Dienstag

  • img

Artikel vom 31. August 2018 - 15:36

ALTDORF (red). Am Dienstag, 4. September, beginnt das zweite jährliche Kronenmonitoring zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) in Altdorf. Bis voraussichtlich Donnerstag, 20. September wird jeweils dienstags bis donnerstags jedes Grundstück im Bereich der 200-Meter-Monitoringzone genau begutachtet. Dazu gehören auch zahlreiche private Hausgärten. Baumkletterer steigen auf alle Bäume, die der ALB bevorzugt, um seine Puppenstuben anzulegen. Die Mitarbeiter sind speziell darin geschult, Symptome des Käfers und der Larven zu erkennen und besitzen bereits Erfahrung im ALB-Monitoring. Unterstützt werden sie durch zwei ALB-Spürhundeteams. Sie untersuchen Verdachtsfälle der Kletterer und überprüfen die Hartgehölze, die seltener vom ALB gewählt werden.

Unter ihnen ist die polnische Brackendame Aska - mit vollem Namen "Birka Aska vom Brackenstern". Seit gut einem Jahr unterstützt sie als Diensthund das Amt für Landwirtschaft und Naturschutz. Ihre feine Nase kann alle Stadien des Quarantäneschädlings vom Ei über die Larve bis zum Käfer erschnüffeln. Aska wurde bereits im Welpenalter auf den speziellen ALB-Geruch geprägt und ist seitdem bei Spürhundeeinsätzen in Hildrizhausen und Altdorf dabei. Im April meisterte sie mit Bravour die Zwischenprüfung zum Anoplophora-Spürhund, im November folgt die Abschlussprüfung mit Zertifikat am Bundesforschungszentrum für Wald in Österreich.

Das Kronenmonitoring ist eine von der EU vorgeschriebene Maßnahme, bei der alle noch unentdeckten Käferspuren in den Baumkronen gefunden werden. Die Spurensuche ist Teil eines Programms, das in den nächsten Jahren, zweimal jährlich, durchgeführt werden muss. Hierfür benötigt das Amt für Landwirtschaft und Naturschutz die Mithilfe der Menschen aus Altdorf.

Zirka zwei bis drei Tage vorher wird den betroffenen Altdorfern schriftlich mitgeteilt, wann genau die Baumkletterer und Spürhundeteams vor Ort sind. Aufgrund der unterschiedlichen Arbeitsgeschwindigkeiten muss der Zugang zum Grundstück zweimal gewährt werden. Während des Monitorings sind Mitarbeiter des Landratsamtes anwesend, um Fragen zu beantworten. Sie können sich durch eine ausgestellte Bescheinigung des Landratsamtes ausweisen.

Welche Grundstücke vom Kronenmonitoring betroffen sind, ist mit Hilfe der Flurstücksnummer im Internet unter http://www.lrabb.de/ALB einsehbar. Bei Fragen kann man sich gerne an das Käfertelefon unter (0 70 31) 66 32 33 0 oder per E-Mail an landwirtschaft-naturschutz@lrabb.de wenden.
Verwandte Artikel