Beide Böblingerinnen des Jahres heißen Jutta

SPD-Stadtverband ehrt Jutta Rebmann und Jutta Jakobi

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Artikel vom 09. März 2016 - 19:18

BÖBLINGEN (red). Zum zweiten Mal hat der SPD-Stadtverband Böblingen eine besondere Veranstaltung anlässlich des internationalen Weltfrauentags durchgeführt: Dabei wurden im "kulturnetzwerk blaues haus" Jutta Rebmann und Jutta Jakobi vor rund 100 Gästen für ihr Engagement für Stadt und Menschen mit dem Preis "Böblingerin des Jahres" ausgezeichnet.

"Es ist mir ein wichtiges Anliegen, das Engagement von Frauen in unserer Stadt hervorzuheben. Der Internationale Frauentag ist der richtige Anlass dazu. Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr zwei beeindruckende Frauen für ihren Einsatz für unsere Stadt auszeichnen durften", so der SPD-Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Florian Wahl.

Jutta Rebmann, Schriftstellerin und Publizistin, setzte sich in ihren Werken auch für die Wahrnehmung von historischen Frauen ein. "Über Männer werden genügend Biographien geschrieben, aber es war mir wichtig, auch das bedeutende Wirken von einigen Frauen in Böblingen in Erinnerung zu rufen und so ihre Bedeutung hervorzuheben", betonte Jutta Rebmann.

"Jutta Jakobi ist schon jahrzehntelang ehrenamtlich engagiert, vor allem in der Flüchtlingshilfe. Ihr unermüdlicher Einsatz für die Flüchtlinge in Böblingen ist bewundernswert und vorbildlich", betonte Wahl in seiner Laudatio.

Neben Jutta Rebmann und Jutta Jakobi stand auch eine weitere Frau im Mittelpunkt der Veranstaltung: Katja Mast, SPD-Bundestagsabgeordnete und Generalsekretärin der Landes-SPD. In ihre Rede betonte sie, dass während der Entstehung des Weltfrauentags 1911 Frauen um Gleichberechtigung und ihr Wahlrecht kämpften. Seitdem hätte sich viel getan, die Politik habe bereits viel bewegt: Frauenquote in Unternehmen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Aktionen wie den "Girls Day", aktive Frauenförderung. Es sei aber wichtig, dass man sich nicht auf dem bereits Erreichten ausruhe, sondern auf die Bereiche hinzuweisen, bei denen die Gleichstellung noch erkämpft und erarbeitet werden muss. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist trotz Bundesgleichstellungsgesetz seit Jahren unverändert niedrig. Obwohl Frauen heute ebenso qualifiziert sind wie Männer, sind sie in den Führungspositionen der deutschen Wirtschaft, vor allem im Top-Management, fast nicht zu finden. In der Politik sehe es ähnlich aus. Dies müsse sich ändern, betonte Katja Mast.

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