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Waldenbuch: Hauptübung der jugendlichen Rettungskräfte

Jugendfeuerwehren und Jugendrotkreuz der Schönbuchlichtung halten gemeinsame Hauptübung in Waldenbuch ab

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    Damit bei einem echten Einsatz alle Abteilungen aufeinander abgestimmt sind, proben die jungen Rettungskräfte gemeinsam den Ernstfall Foto: red

Das Alarmstichwort für die Jugendfeuerwehren aus Waldenbuch, Steinenbronn, Schönaich und Altdorf und das Jugendrotkreuz aus Waldenbuch und Steinenbronn lautete "Feuer 2 BI DL". Ihre Hauptübung fand am Samstag an der an der Waldenbucher Oskar-Schwenk- Schule statt.

Artikel vom 18. September 2018 - 17:00

WALDENBUCH (red). Schon seit einigen Jahren wird laut einer Pressemitteilung im Landkreis Böblingen im Bereich der Rettungsdienste dezentral ausgebildet. Über verschiedene Standorte wird gemeinsam mit Nachbarkommunen die Standard-Ausbildungen durchlaufen. Das führt unter anderem dazu, dass in Einsätzen, die zusammen abgearbeitet werden, eine einheitlich Vorgehensweise praktiziert wird. Und dazu, dass man sich kennenlernt und weiß, mit wem man es im Einsatzfall zu tun hat. Diese positiven Aspekte machen sich mittlerweile auch die Jugendfeuerwehren zu eigen. Einmal im Jahr stellen sie in einer gemeinsamen Hauptübung ihr Können unter Beweis.

Am Samstag probten die Jugendfeuerwehren aus Waldenbuch, Steinenbronn, Schönaich und Altdorf sowie das Jugendrotkreuz aus Waldenbuch und Steinenbronn den Ernstfall. "Feuer 2 BI DL" - Brand Kategorie 2, innerorts, mit Drehleiter - wurde an der Oskar-Schwenk-Schule gemeldet. Angenommen wurde, dass ein Workshop mit etwa 15 Teilnehmern an diesem Samstag in der Schule stattfand. Dabei sollte es aus ungeklärter Ursache gegen 14 Uhr zu einer Rauchentwicklung im 1. Obergeschoss der Grundschule gekommen sein. Es wurden zwölf Personen vermisst, drei weitere Personen konnten sich auf das Dach retten.

Nun galt es, außer der Suche nach dem Brand und dessen Bekämpfung, die vermissten und auf dem Dach befindlichen Personen zu retten. Zunächst traf die Jugendfeuerwehr Waldenbuch ein und begann mit der Brandbekämpfung im Obergeschoss und dem Absuchen des Erdgeschosses. Die unmittelbar danach eintreffende Jugendfeuerwehr aus Steinenbronn rettete mit einer Steckleiter eine Person vom Dach im Vorderbereich der Schule. Die Jugendfeuerwehr aus Schönaich unterstützte nach ihrem Eintreffen die Brandbekämpfung und Suche im Obergeschoss und die Jugendfeuerwehr aus Altdorf baute eine Riegelstellung zum unmittelbar angrenzenden Kindergarten auf.

Während dieser Zeit bauten die beiden Jugendrotkreuz-Einheiten auf dem sogenannten "Roten Platz", dem Schulsportplatz, eine Verletztensammelstelle auf. Die Rotkreuzhelfer bekamen dann jede Menge Arbeit, denn nach und nach wurden alle 15 Personen gefunden und zum Sammelplatz gebracht. Währenddessen wurde über die Waldenbucher Drehleiter ein "Erwachsenen-Dummy" vom Dach des Grundschulgebäudes gerettet.

Alles Vorgehen und Arbeiten lief zielgerichtet auf einen Punkt, die anfängliche Hektik wich ganz schnell einer professionellen Arbeitsweise und die Jugendfeuerwehr- und Jugendrotkreuz-Einheiten zeigten den Zuschauern, was sie alles schon geübt und umzusetzen gelernt hatten. Selbst die Entrauchung des Gebäudeteiles stellt für die Jugendfeuerwehren kein Problem dar.

"Tolle Übung und tolle Vorbereitung", lautete das Resümee der Leiterin der Waldenbucher Jugendfeuerwehr Mirijam Meier und von Kommandant Albert Kayser. Auch der Waldenbucher Bürgermeister Michael Lutz zollte dem Nachwuchs der Jugendabteilungen hohen Respekt für das, was er von den rund 60 Rettungskräften und ihren 15 Betreuern an Leistungen gesehen hatte.

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