Schönaich blickt in die Zukunft

In Schönaich wird bis Mitte 2022 ein Ortsentwicklungskonzept erstellt. Es soll die Leitsätze vorgeben, nach denen Bereiche wie Wohnen, Arbeiten, Soziales und Mobiliät entwickelt werden.

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    Wie könnte Schönaich in Zukunft aussehen? Ein Ortsentwicklungskonzept soll Antworten liefern Foto: Bischof/Archiv

Artikel vom 04. Dezember 2020 - 15:54

SCHÖNAICH (red). Wie könnte Schönaich in Zukunft aussehen? Ein "Ortsentwicklungskonzept 2035" soll Antworten geben. Es wird von einem großen Team aus Architekten, Stadtentwicklern und -planern über die nächsten 18 Monate erstellt. Die Leitung übernimmt die Bürogemeinschaft von Reschl Stadtentwicklung und Zoll Stadtplanung, beide mit Sitz in Stuttgart. Nachdem hierfür zehn Büros Angebote abgegeben hatten, wählte die Schönaicher Rathausverwaltung jetzt drei Büros aus und schlug sie dem Gemeinderat vor. Nach einer Vorstellungsrunde hat sich das Gremium mit einer deutlichen Mehrheit für die Bürogemeinschaft Reschl und Zoll entschieden.

"Die Ortsentwicklungsplanung ist von großer Bedeutung. Gemeinsam stellen wir die Weichen für die weitere Entwicklung unseres Orts", schreibt Bürgermeister Daniel Schamburek in einer Pressemitteilung, "ich freue mich, dass der Startschuss nun gefallen ist. Ich rufe dazu auf, sich in diese nicht alltägliche Gelegenheit und Chance, den Ort mitzugestalten, einzubringen." Grundsätzlich spielt die Frage der Identität der Gemeinde eine zentrale Rolle: Wie wollen die Schönaicher wahrgenommen werden? Wie ist das Selbstverständnis der Gemeinde?

Beteiligung der Bürgerschaft über Befragung und Workshops geplant

Für das Konzept sollen die Ausgangslage und die Zukunftsperspektiven Schönaichs in Bereichen wie Städtebau und Flächenpotenzial untersucht werden. Zudem ist geplant, dass neben den klassischen kommunalen Grundfunktionen (Wohnen, Arbeiten, Soziales, Mobilität) auch Querschnittsthemen wie Digitalisierung, Ökologie und Klima Berücksichtigung finden. Große Bedeutung kommt dem Thema Wohnen zu. Denn hier wächst der Bedarf an neuen, altersgerechten sowie verdichteten Wohnformen. Darüber hinaus wird die Schaffung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum immer wichtiger, heißt es weiter.

Nach der Analyse beginnen mehrstufige Dialogverfahren gemeinsam mit der Bürgerschaft, den Mitgliedern des Gemeinderats und relevanten Gruppen. Es soll eine Bürgerbefragung und Zukunftsateliers geben, in denen unterschiedliche Handlungsfelder diskutiert und Vorschläge zur Weiterentwicklung erarbeitet werden. Über einen Ausschuss und eine zweitägige Klausur sind die Gemeinderäte involviert und legen Handlungsfelder und Weichenstellungen mit fest. Die breite und intensive Beteiligung aller Gruppen soll zu einem gemeinsam getragenen Ergebnis von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft erarbeitet werden.

Das Ortsentwicklungskonzept "Schönaich 2035" soll in ein Handlungsprogramm münden, das für die Bürgerschaft, den Gemeinderat und die Verwaltung als Grundlage für das kommunale Handeln dient.

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