Musikverein Schönaich ehrt zahlreiche Mitglieder

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    Die geehrten Mitglieder zusammen mit Vorstand Regina Dvorak-Vucetic und dem Kreisverbandsvorsitzenden Gerhard Weißenböck Foto: red

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am vergangenen Wochenende ehrte der Musikverein Schönaich zahlreiche aktive und fördernde Mitglieder. Außerdem blickte der Verband auf die Anfänge zweier Musiker im Verein zurück.

Artikel vom 25. Februar 2019 - 16:54

SCHÖNAICH (red). Ehre, wem Ehre gebührt - bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Wochenende des Musikvereins Schönaich wurden zahlreiche Mitglieder für ihr Engagement und Mitwirken geehrt. Kreisverbandsvorsitzender Gerhard Weißenböck ehrte die aktiven Mitglieder. Die Ehrennadel in Bronze für zehnjährige aktive Tätigkeit erhielten Konrad Schmauder (Posaune), Jana Wagener (Klarinette) und Matias Wolfer (Horn). Für 15 Jahre Tätigkeit im Ausschuss wurde Thomas Klein mit der Förderermedaille in Silber geehrt.

Für 70-jährige aktive Tätigkeit im Musikverein Schönaich erhielten Hans Hildebrand und Anton Proszamer vom Blasmusikverband die Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief und vom Verein neben einer Urkunde und einer Ehrennadel jeweils einen Stern auf dem "Walk of fame des MV Schönaich" im Probenlokal. Diese Auszeichnung erhielt bislang nur der im letzten Jahr verstorbene Ehrenvorsitzende Uli Rebmann für seine damals auch bereits 70-jährige Tätigkeit an der Trompete.

Seit 1949 beim Musikverein Schönaich mit von der Partie

Der Geehrte Hans Hildebrand kam im Jahr 1949 zum Musikverein Schönaich. Otto Hablitzel holte ihn für die neu zu gründende Jugendkapelle. Hildebrand sollte die Posaune spielen. Von einem älteren Musiker bekam er dann eine Jazzposaune, die aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft stammte. Dank seines fleißigen Probenbesuchs durfte Hildebrand dann beim ersten Wertungsspiel bei einem Bezirksmusikfest in Musberg nach dem Zweiten Weltkrieg mitspielen.

Im Privatleben Hildebrands ist der Verein ebenfalls fest verankert. Als er und seine Frau Lore im Schönbuchsaal in Böblingen heirateten, begleitete sie der Verein musikalisch. In seiner Freizeit half Hildebrand beim Bau des neuen Probenlokals in der Bühlstraße und montierte zusammen mit anderen Musikkameraden die Decke.

Auch Anton Proszamer kam im Jahr 1949 zum Musikverein Schönaich. Da nur noch zwei Instrumente zur Auswahl standen, entschied er sich für die Klarinette. Ein paar Jahre später schenkte ihm sein älterer Bruder ein altes Saxophon. Proszamer brachte sich das Spielen des Instruments selbst bei. Der Musikverein Schönaich war damals im Kreisverband Böblingen der erste Verein, der dieses Instrument besetzt hatte.

Als 1968 eine neue Jugendkapelle gegründet wurde, bat man Anton Proszamer, das Amt des Dirigenten zu übernehmen. "Er besuchte mehrere Dirigentenkurse und erinnert sich gerne an die vielen Erlebnisse, Kritikspiele und Auslandsreisen mit seiner Jugendkapelle zurück", schreibt der Musikverein. Bis ins Jahr 1985 blieb er Jugenddirigent.

Als Interimsdirigent erspielte sich Proszamer mit dem Großen Blasorchester im selben Jahr bei einem Wertungsspiel in Magstadt einen ersten Rang mit Auszeichnung. Im Jahr 1991 war er Gründungsmitglied eines vereinseigenen Saxophon-Ensembles, das bis heute existiert. Seit 2009 spielt Prozamer Bassklarinette im Sinfonischen Blasorchester. Beide Musiker betonen, wie wichtig die Unterstützung durch ihre Frauen für ihr Hobby "Blasmusik" war.

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