Mit voller Besetzung durchs Wochenende

Der Musikverein Schönaich lud zu Weihnachtskonzert und Weihnachtsmarkt

  • img
    Die vereinten Orchester des Musikvereins mit der Zugabe "Macht hoch die Tür" Foto: red

Volles Programm für den Musikverein Schönaich: Am vergangenen Wochenende gab's weihnachtliche Weisen beim Konzert und weihnachtliche Waren beim Weihnachtsmarkt.

Artikel vom 19. Dezember 2018 - 14:42

SCHÖNAICH (red). Ein stattliches Orchester saß bereits auf der Bühne, als sich der Vorhang der Schönaicher Gemeindehalle am vergangenen Samstag öffnete. Die jüngsten Musikerinnen und Musiker des Musikvereins warteten gespannt auf ihre Dirigentin Sabrina Buck und darauf, dass es gleich los ging. Erst vor acht Monaten hatten sie begonnen ein Blas- oder Schlaginstrument in der Bläserklasse zu lernen. Nun sollte also der erste große Auftritt sein. Und diesen bewältigten die Mädchen und Jungen mit dem "Bandroom Boogie", "Beethovens 9. Sinfonie" und dem Weihnachtsklassiker "Jingle Bells" in der voll besetzten Gemeindehalle.

Bereits vor dem Konzert hatten die Besucher die Möglichkeit, sich auf dem Weihnachtsmarkt umzusehen und etwas zu erwerben. Bereits einen Tag vor dem eigentlichen Markttag am Sonntag, waren die Verkaufsstände aufgebaut und boten einen schönen Rahmen für den Konzertabend, so der Verein.

Flott ging es mit dem Spielkreis und der Titelmelodien von "Ducktales" und "Ghostbusters" weiter. Es folgte das Jugendblasorchester, das das Publikum mit einem Werk von John Higgins in die "Serengeti" entführte. Der Sprung über den großen Teich nach Südamerika gelang mit "Aztec Fire" von Jay Bocook. Mit diesem Stück überzeugte das Jugendblasorchester bereits die Jury beim Jugendwertungsspiel des Blasmusikkreisverbands im November und erspielte sich dort die Note "sehr gut". Nach dem Stück wusste auch das Schönaicher Publikum warum. Mit dem aktuellen Hit "Shake it off" von Taylor Swift und nicht ohne eine Zugabe ging es dann in die Pause.

Mit dem ersten Musikstück ging das Sinfonische Blasorchester zurück in die Zeit der Romatik. Anlässlich des 10. Jahrestages der Revolution von 1830 schuf Hector Berlioz die Große "Begräbnis- und Triumphsinfonie". Der Komponist und Spezialist für sinfonisches Blasorchester, Jan Van der Roost, schuf mit dem Werk "Puszta" eine viersätzige Suite im Stile der Ungarischen Tänze von Johannes Brahms und der Slawischen Tänze von Antonin Dvorak. Durch temperamentvolle Tempowechsel sowie eine farbenreiche Instrumentierung gelang es dem Komponisten, den Charakter der Zigeunermusik wiederzugeben und dies setzten die Musikerinnen und Musiker des großen Blasorchesters laut Verein hervorragend um.

Das pralle andalusische Leben in der Gemeindehalle

Aus der Feder von Kees Vlak stammt die Ouvertüre mit dem Titel "Alcazar". Das Wort Alcazar kommt aus dem Arabischen und bedeutet "Burg" oder "Festung", und verweist auf die Expansion des Islam ab dem 8. Jahrhundert, als die Mauren in den Süden Spaniens eindrangen. Unter dem Dirigat von Rainer Bauer lautmalte das Sinfonische Blasorchester das pralle andalusische Leben in die Schönaicher Gemeindehalle.

Die Arie "Nessun Dorma" (Niemand schlafe), aus der Oper Turandot von Giaccomo Puccini gehört zum Standard-Repertoire aller großen Tenöre und dieses Jahr zum vorläufigen Schlusspunkt des Weihnachtskonzerts des Musikverein Schönaich. Zwei Zugaben vereinten dann noch einmal alle Musiker des Abends auf der Bühne und hinterließen ein begeistertes Publikum.

Bereits am darauf folgenden Tag empfing der Musikverein Schönaich seine Gäste auf seinem traditionellen Weihnachtsmarkt an derselben Örtlichkeit. Bei einem Mittagessen oder bei Kaffee und Kuchen konnten die Besucher weihnachtlichen Klängen der verschiedenen Ensembles lauschen und zwischendurch die noch fehlenden Geschenke an den Ständen des Weihnachtsmarkts besorgen. Die Kinder durften sich in der Weihnachtsbäckerei versuchen und freuten sich auf den Nikolaus, der kleine Geschenke verteilte und Fotos mit den Kindern machte. So ging wieder ein sehr arbeitsames aber auch erfolgreiches Weihnachtswochenende für die Mitglieder der großen Musikvereins-Familie zu Ende, heißt es abschließend.

Verwandte Artikel