Nördlingen und Neresheim

Herbstausfahrt des Förderkreises Kunst Schönaich

Artikel vom 13. November 2018 - 19:00

SCHÖNAICH (red). Die Herbstausfahrt des Förderkreises Kunst Schönaich führte nach Nördlingen und Neresheim. Unter der Leitung von Harald Graß machten sich zahlreiche Kunstfreunde im voll besetzten Reisebus auf den Weg. Durchs Nördlinger Ries erreichte die Gruppe Nördlingen, die alte Reichstadt an der Romantischen Straße. Die Ausflügler erkundeten die Stadt: die rundum original erhaltene, begehbare Stadtmauer von 2,7 Kilometern Länge mit ihren fünf Eingangstoren, das Gerberviertel mit den alten Handwerkerhäusern, das Spital, das alte Rathaus ("Steinhaus") und manchen anderen malerischen Winkel. Die Führungen endeten an der St. Georgs-Kirche, die als eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen Süddeutschlands gilt. Einige Kunstfreunde ließen sich trotz der rund 350 Stufen nicht die faszinierende Aussicht über Stadt und Riesenkrater vom "Daniel", dem hohen Kirchturm aus, entgehen.

Nach der Mittagspause steuerte die Gruppe das zweite Ziel an, die Abtei Neresheim. Zuerst besichtigten die Schönaicher die von Balthasar Neumann entworfene Klosterkirche, die zu den bedeutendsten Kirchenbauten des Spätbarocks zählt. Die sieben Kuppeln wurden von Martin Knoller gestaltet; sie werden von Kunsthistorikern als "Sternstunde abendländischer Freskenmalerei" bezeichnet. Bei einem eigens für die Ausflügler veranstalteten Orgelkonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach ließen sie das imposante Gebäude auf sich wirken.

Tolle Aussicht entschädigt für langen Weg nach oben

Für die anschließende Besichtigung des von Dominikus Zimmermann, einem anderen berühmten Baumeister dieser Zeit, gestalteten Festsaals mussten wieder viele Stufen erklommen werden. Die Mühe lohnte sich, denn neben den Stuckarbeiten an der Decke und an den Wänden sowie dem aus Solnhofer Schiefer gestalteten Fußboden bot sich ein traumhafter Blick über das herbstliche Härtsfeld. Das Museum selbst zeigt zahlreiche Anschauungsmaterialien aus der Zeit, als die Mönche mit ihrer Klosterschule als Bildungszentrum der Region fungierten.

Der Tag fand seinen Abschluss in der "Alten Schreinerei" in Weil im Schönbuch.

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