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"Nintendogs" reisen um die Welt

Von Athen bis São Paulo: Mit seiner Medieninstallation ist der Künstler Fabian Kühfuß aus Schönaich weltweit unterwegs

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    In seinen Arbeiten verwischen die Grenzen zwischen Kunst und Technik: Fabian Kühfuß Foto: red

Artikel vom 19. Juni 2018 - 15:42

SCHÖNAICH (red). Im Graubereich zwischen Kunst und Technik bewegen sich die Arbeiten von Fabian Kühfuß. Der in Sindelfingen geborene und in Schönaich aufgewachsene Medien-Künstler ist derzeit mit seiner Installation "Nintendogs" international vertreten. Ausstellungssorte sind unter anderem Kairo, Athen und São Paulo.

Unter anderem in Anlehnung an den Originaltitel von Philip K. Dicks berühmtem "Blade Runner"-Roman ("Träumen Androiden von elektrischen Schafen?") stellt Fabian Kühfuß mit seiner Video-Installation "Nintendogs" einige spannende Fragen: Träumen Roboter von virtuellen Welpen? Wird künstliche Empathie je eine Rolle spielen? Merkt ein virtueller Hund, dass er von einem Roboter gestreichelt wird?

Im Januar präsentierte er seine Arbeit beim Stuttgarter Medienfestival "Filmwinter". Später reiste Kühfuß in die ägyptischen Hauptstadt Kairo, wo seine Installation bei der bei der Cairotronica zu sehen war. Ende Mai war er zu Gast in Griechenland beim 14. Athens Digital Arts Festival und schließlich steht noch das File-Festival 2018 in São Paulo auf seinem Reiseplan. In der brasilianischen Millionen-Metropole wird er in der SESI Gallery of Art vom 3. Juli bis 12. August vertreten sein.

Der Künstler Fabian Kühfuß (Jahrgang 1985) studierte von 2006 bis 2011 an der Freien Kunstakademie Nürtingen (FKN) im Fachbereich Neue Medien bei Prof. Ulrich Wegenast. Unter anderem wurde er 2014 mit dem Preis für Medien im Raum beim 27. Stuttgart Filmwinter ausgezeichnet. Seit 2011 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Stuttgart.

Gerätschaften und Maschinen in neuen, absurden Zusammenhängen

Kühfuß stellt elektrische Gerätschaften und Maschinen gerne in neue, absurde Zusammenhänge. Das in "Nintendogs" aufgegriffene Thema Videospiele und virtuelle Welten hat Kühfuß bereits vor zwei Jahren bei einer Ausstellung in Nürtingen präsentiert. "Playstation" nannte er damals seine Arbeit, mit der er nach eigener Aussage "den großen Bogen von der Industrialisierung zu unserer heutigen Informations- und Wohlstandsgesellschaft" spannen wollte.

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