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Honeywell plant Stellenabbau am Standort Schönaich

Etwa 50 Mitarbeiter könnten betroffen sein

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    Am Honeywell-Standort Schönaich könnten etwa 50 Stellen gestrichen werden Foto: Archiv

Artikel vom 29. Januar 2018 - 14:36

Von Dirk Hamann

SCHÖNAICH. Wie die KREISZEITUNG aus Kreisen der Mitarbeiterschaft erfahren hat, plant der international tätige Konzern Honeywell, der auch in der Schönaich Ortsmitte einen Standort hat, Teile seiner in Deutschland angesiedelten Produktionsstätten ins Ausland zu verlegen. Auf Anfrage bestätigte Matthias Wowtscherk, der bei Honeywell als "Senior Manager, Media Relations" in diese Richtung gehende Überlegungen.

"Als Teil der Bemühungen, auch zukünftig auf Basis von effizienten Prozessen zu arbeiten, wettbewerbsfähig zu bleiben und die Kunden noch besser betreuen zu können, überprüft Honeywell regelmäßig die Aktivitäten an den globalen Standorten - so auch am Standort Schönaich", schreibt Wowtscherk. "Nach eingehender Prüfung wurde vorgeschlagen, eine Reihe von Positionen in den Bereichen Fertigung, Montage, Forschung und Entwicklung sowie Support in größere zentralisierte Standorte zu überführen. Die vorgeschlagene Maßnahme könnte potenziell etwa 50 Mitarbeiter in Schönaich betreffen."

Wie viele Mitarbeiter Honeywell zurzeit insgesamt sowie in Schönaich beschäftigt, wollte Wowtscherk nicht preis geben: "Honeywell veröffentlicht keine standort- oder länderspezifischen Kennzahlen", erklärte er und verwies aus die Homepage des Unternehmens, auf der globale Kennzahlen zu finden seien.

Honeywell wurde 1885 von Albert Butz, als Butz Thermo-Electric Regulator Co. in Minneapolis (USA) gegründet und beschäftigte sich zunächst mit der Herstellung von Ofenregelanlagen. 1927 fusionierten das inzwischen in Minneapolis Heat Regulator Co. und Honeywell Heating Specialties Co. zu einer Minneapolis-Honeywell Regulator Company AG. Heute ist Honeywell ein klassischer Mischkonzern, bestehend aus vier Bereichen - Luft- und Raumfahrt, Transportsysteme, Spezialchemikalien und Automatisierungs- und Steuerungstechnik. Ende 2015 beschäftigte der Konzern 129 000 Mitarbeiter und verzeichnete einen Umsatz von 38,581 Milliarden US-Dollar.

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