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Traditionelles Event mit hohem Unterhaltungswert

Das "Wilde Shamrock Touring Theatre" war einmal mehr zu Gast am Holzgerlinger Schönbuch-Gymnasium

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    Das "Wilde Shamrock Touring Theatre": Gern gesehene Gäste am SGH Foto: red

Artikel vom 30. Oktober 2018 - 14:48

HOLZGERLINGEN. Schon vor Jahrzehnten hat Gisela Pliseis, früher Englisch-Lehrerin und langjährige Vorsitzende des Vereins der Freunde des Holzgerlinger Schönbuchgymnasiums, eine Tradition begründet, die immer noch Bestand hat: Im Herbst kommt die irische Theatergruppe "Wilde Shamrock Touring Theatre" zu Besuch.

Nun war es wieder soweit. Eine eingeschworene Gruppe von mehr als 50 Fans kam in die alte Aula des Schönbuch-Gymnasiums, um das Konzert zu besuchen. "Delightful Dublin" heißt das Programm, das dabei vorgestellt worden ist.

Aidan Keane hat neben seiner Gitarre und den beiden Schauspielkollegen Ceara Carney und Chris Moran auch noch zwei junge Damen mitgebracht: Ciara und Síofra, die mit ihren schönen Stimmen begeisterten. Umrahmt von viel Musik wurden dem Poblikum zudem noch interessante Einblicke über Dublin und Irland gegeben. So kann Irland auf eine große Tradition von Literaten zurückblicken: Von den Literaturnobelpreisträgern William Butler Yeats, Samuel Beckett und Seamus Heaney bis hin zu Oskar Wilde. Auch James Joyce hat monumentale Werke geschaffen. Allerdings ist sein fast tausendseitiges Buch "Ulysses" nicht jedermanns Sache, wie eine auszugsweise Lesung bewies.

Als wichtigster Wissenschaftler Irlands wurde Alfred Guinness vorgestellt. Anscheinend entstand das gleichnamige Bier nach einem schief gelaufenen Experiment beim Brauen - Guinness war das Bier angebrannt. Auch der Mythos über Saint Patrick, der am 17. März als ur-irischer Heiliger in der ganzen Welt gefeiert wird, geriet ins Wanken: Wahrscheinlich stammt er aus Wales, ein Heiliger kann er nicht sein, da keine Wunder nachgewiesen sind und eigentlich hieß er Ciaran.

Neben bekannten Lieder von "Molly Malone" bis "Whiskey in the Jar" spielte die Theatergruppe auch gefühlvolle Balladen in gälischer Sprache. Auch die Bewegung kam nicht zu kurz. Rhythmisches Klatschen an den richtigen Stellen war beim "Wild Rover" gefordert. Und als der arme Paddy in seinen "corduroy breeches", den Kordhosen bei der Eisenbahn arbeitete, mussten die Besucher seine Tätigkeiten mit den entsprechenden Armbewegungen unterstützen: "digging ditches, pulling switches". Die größte Herausforderung war der "German Clockwinder", eine Art Schuhplattler. Zum Erstaunen der Künstler hat das Publikum diesen aber gut gemeistert.

Fazit des Abends: Die Tradition am SGH soll fortgeführt werden - alle freuen sich bereits auf die Aufführung im kommenden Jahr.

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