Spannender Fall im Eschelbachtal ist gelöst

51 Kinder haben mitgemacht beim Stadtrandabenteuer der Feriencampwoche von Familienzentrum und CVJM Holzgerlingen

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Ein spannender Kriminalfall war der rote Faden: Die ganze Ferienwoche über haben sich 51 Kinder das Hirn darüber zermartert, wer ihnen wohl die schmucke Stadtrand- Abenteuerflagge vom Haus Seebrücke in Holzgerlingen geklaut haben könnte.

Artikel vom 08. August 2013 - 16:06

HOLZGERLINGEN (red). Seit fünf Jahren gibt es im Familienzentrum Holzgerlingen Ferienbetreuungen. Da die Nachfrage nach Plätzen vor allem in den Sommerferien ins Endlose klettern, wollte sich Ute Oberkampf-Bader, die Leiterin des Familienzentrums, nicht mehr mit langen Wartelisten zufrieden geben und suchte nach Auswegen. Im CVJM wurde ein Kooperationspartner gefunden - und aus den Ferienabenteuern in der ersten Sommerferienwoche wurden die Stadtrandabenteuer im Eschelbachtal.

Für 51 Kinder wurde am Haus Seebrücke alles vorbereitet: Ein zusätzliches Zelt bot Platz für schlechtes Wetter oder als schattige Zuflucht. Beides wurde notwendig - der Regenschutz allerdings nur am Montag, die restliche Woche meinte es die Sonne mehr als gut mit den Kindern und ihren elfköpfigen Betreuerteam rund um Susanne Binder.

Die Stadtrandabenteuer starteten mit einem spannungsgeladenen Anspiel der Betreuer: Die liebevoll bemalte Stadtrand-Abenteuer-Flagge am Haus Seebrücke war verschwunden! Die Kinder bekamen die Aufgabe, diesen Fall zu lösen. So wurden jeden Tag Indizien gesammelt: Der Förster lieferte ein undeutliches Täterfoto. Bei der Stadtrallye wurde über einen Geheimcode, der von den Kindern zusammengetragen werden musste, das Tätermerkmal "dunkle Haare" ermittelt. Die Schatzsuche im Wald erbrachte den Ausschluss von "blauen Augen" - der Kreis zog sich enger.

Aber es wurde nicht nur ermittelt. Nachmittags bot der Platz rund um das CVJM-Haus wunderbare Beschäftigungsmöglichkeiten zur Erholung von der anstrengenden Räuberjagd: In Workshops gab es die Wahl zwischen Fußball, Bachspielen, Wasserspielzeug, Lederbasteleien und Haarschmuck. Musisch interessierte Kinder konnten Klanginstrumente erproben und wer es gerne etwas ruhiger wollte, suchte sich ein Spiel oder ließ sich in einer gemütlichen Ecke Geschichten vorlesen.

Dank Polizeihilfe: Kinderbande macht den Räuber endlich dingfest

Jeden Tag erklang um kurz vor 16 Uhr das Lied "Was ist denn hier los?" aus vielen Kinderkehlen geschmettert, bevor nochmals der Stand des Kriminalfalles erhoben wurde. Doch bis Freitag konnten die Kinder keine klaren Schlüsse ziehen - und so wurden sie weiter rätselnd am Tennisparkplatz von ihren Eltern in Empfang genommen.

Beim Abschluss mit den Eltern, Geschwistern, Großeltern ließen die Kinder die Tage Revue passieren, sammelten nochmals alle Indizien und ließen ihre Familien teilhaben an der bunten Zeit im Eschelbachtal.

Mithilfe einer echten Polizistin wurde schließlich schlussgefolgert - und siehe da, dem Täter wurde es nun doch zu heiß: Aus den Reihen der Betreuer schlich sich ein junger Mann davon und ergriff die Flucht über die Fußballwiese. Der Verdacht der Kinder bestätigte sich und so wurde der Räuber schnell von einer vielköpfigen Kinderbande dingfest gemacht. Reuig führte er die Kinder zum Flaggenversteck im kühlen Bach. Dort wurde auch ein richtiges Eis-Depot in einer Kühltasche entdeckt und entschädigte die Kinder für ihre aufwendige Spürnasenarbeit. Die Abkühlung war willkommen am heißen Tag und der Täter bekam als einer der geliebten Betreuer natürlich Absolution erteilt. Einträchtig klang eine fröhliche Woche aus.

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