Ackermann-Kunstwerk in Ehningen jetzt beleuchtet

Lutz-Ackermann-Skulptur thront auf der Baresel-Erddeponie in Ehningen und ist jetzt auch nächtens beleuchtet

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    Das Kunstwerk von Lutz Ackermann steht schon seit 2014 auf dem Baresel-Gelände.Nun ist es beleuchtet und abends für viele Menschen in Ehningen und an der S1 sichtbar / Fotos: Stefanie Schlecht

Schon die Suche nach dem idealen Standort für das Kunstwerk des Gäufeldener Lutz Ackermann hatte sich bis zu seiner Aufstellung auf der Erddeponie Baresel als Herausforderung erwiesen. Jetzt hat das Kunstwerk sogar eine Beleuchtung.

Artikel vom 04. Mai 2020 - 10:30

EHNINGEN (red). Lutz Ackermann, sicherlich der bekannteste Skulpturen-Künstler im Landkreis Böblingen, hatte die ästhetische Stahlstruktur für die "Eigenart" geschaffen, eine große Kunstausstellung im Sommer 2003 auf dem Venusberg in Aidlingen. Nach dem Ende dieser Ausstellung kaufte der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Böblingen das Kunstobjekt, um es an geeigneter Stelle auf einer seiner Liegenschaften zu platzieren.

Tatsächlich dauerte es jedoch mehr als zehn Jahre, bis der perfekte Standort für das Kunstwerk, das je nach Interpretation drei Ähren oder das Logo von Maybach symbolisiert, auf dem Plateau der Erddeponie in Ehningen gefunden war. Dieser mit einem Steinfundament versehene Standort bot einen wahrhaft würdigen Platz für dieses beeindruckende Kunstwerk mit seiner markanten Stahlstruktur, wo es gut sichtbar von S-Bahn und Autobahn aus vor dem vorderen Gäu thronte.

Wie es schien, Ende gut - alles gut, leider jedoch nicht für lange. Da es mit dem Aufbau der Erddeponie zügig weiterging, veränderte sich die Kulisse für das Kunstwerk mit der Zeit gravierend. Schon bald thronte die Skulptur nicht mehr ganz oben auf dem Plateau der Erddeponie mit dem Himmel als Hintergrund, sondern fand sich mitten im oberen bräunlichen Hangbereich der Deponie wieder, wo sie außer am helllichten Tag nur noch schwer auszumachen war. Damit ging einiges von ihrer Wahrnehmbarkeit und Wirkung verloren.

Um diese Veränderungen der Deponie nicht nur zu kompensieren, sondern die weite Ausstrahlung des Kunstwerks sogar noch zu verbessern und in den Abend und die Nacht hinein auszudehnen, war es notwendig, die Skulptur ins rechte Licht zu rücken. Dies ist nun nach wiederum sechs Jahren mit großer Unterstützung der Firma Baresel im Verbund mit der Gemeinde Ehningen und dem Landkreis Böblingen gelungen. Das Kunstwerk wird mit stromsparenden und insektenfreundlichen LED-Lichtern abends von der Dämmerung an bis eine Stunde nach Mitternacht angestrahlt und ausgeleuchtet. Dieser Blickfang der besonderen Art wird künftig bei Dunkelheit vor allem die Ehninger und die S-Bahn-Fahrgäste erfreuen.

Beim Pressetermin am vergangenen Donnerstagabend meinte Bürgermeister Claus Unger: "Den besonders aufmerksamen Ehninger Bürgern ist es in den letzten Tagen bestimmt nicht verborgen geblieben: Am Rekultivierungshügel der Firma Baresel tut sich etwas - das Kunstwerk - errichtet im Jahr 2014 - ist nun in den Nachtstunden stimmungsvoll beleuchtet.

Beleuchtung bereits seit 2014 im Gespräch

"Gut Ding braucht manchmal Weile" - so Bürgermeister Claus Unger - "aber für mich auch wichtig, dass die bereits in 2014 ins Auge gefassten Überlegungen und Planungen der Beleuchtung - auch ein Versprechen der damaligen Beteiligten - jetzt endgültig eingelöst sind".

Auch der Geschäftsführer der Firma Baresel GmbH & Co. KG, Kies- und Steinwerke, Ralf Jessberger zeigte sich am Donnerstag hocherfreut und meinte, "dass die Gemeinde Ehningen, die Firma Baresel und der Landkreis Böblingen mit der Beleuchtung des Kunstwerks einen langgehegten Wunsch der Ehninger Bevölkerung erfüllen. Insbesondere der ehemalige Gemeinderat Fritz Nüßle hat sich hier sehr engagiert und die Realisierung so erst ermöglicht."

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