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Azubi-Speed-Dating: Schnupperstunde in die Berufswelt

Nufringen, Ehningen, Gärtringen, und Aidlingen haben erstmals gemeinsam das Azubi-Speed-Dating für Schüler veranstaltet

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    In der Ehninger Festhalle nutzten am Dienstag 27 Unternehmen und über 170 potenzielle Auszubildende die Chance durch bereits im Vorfeld verbindlich vereinbarten 750 Gespräche mehr voneinander zu erfahren und sich persönlich kennenzulernen

Zum dritten Mal strömten Schüler in die Ehninger Turn- und Festhalle, um beim Azubi-Speed-Dating jenseits von Noten und Zeugnissen mit Unternehmen über Ausbildungsplätze und duale Studiengänge ins Gespräch zu kommen. Gastgeber war diesmal nicht nur Ehningen, sondern auch Aidlingen, Nufringen und Gärtringen.

Artikel vom 18. Oktober 2018 - 18:00

Von Matthias Weigert

EHNINGEN. Mehr Unternehmen und Nachwuchskräfte konnten so in das Speed-Dating-Konzept eingebunden werden. In seiner Begrüßung machte Bürgermeister Claus Unger deutlich, dass die Kooperation für alle Beteiligten eine große Chance ist. Als Nachbargemeinden sei man sich schnell einig gewesen, dass alle Beteiligten von einer größeren Zahl an Ausbildungsbetrieben und Nachwuchskräften nur profitieren können.

27 Unternehmen und über 170 potenzielle Auszubildende nutzten so die Chance, am Dienstag durch die im Vorfeld verbindlich vereinbarten Gesprächen mehr voneinander zu erfahren und sich persönlich kennenzulernen. Im Laufe des Tages kam es so zu über 750 Gesprächen.

Mit von der Partie waren Unternehmen, die in den letzten Jahren schon positive Erfahrungen mit dem Format des Azubi-Speed-Datings gesammelt haben. Dazu gehört Roland Sichler. Der Inhaber des Meisterbetriebs für Heizung- und Sanitär weiß um den großen Nutzen für alle Seiten: "Durch dieses Format haben wir die Chance, junge Menschen mit ihrer ganzen Persönlichkeit kennenzulernen und Nachwuchskräfte zu gewinnen, die sich bewusst für unseren Beruf entschieden haben."

Die überdurchschnittliche Qualität der Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern lobte der Landschaftsgärtner Tobias Langner, dessen Aidlinger Freianlagen-Betrieb erstmals teilnahm. "Wir haben junge Menschen getroffen, die ihre Zukunft positiv gestalten wollen."

Die gute Vorbereitung der Schüler, ihr spürbares Interesse an einer Ausbildung und die gute Organisation sind für Jasmin Sautter von der Nufringer Huissel Tabak GmbH positive Merkmale der Veranstaltung, an der sich das Unternehmen auch erstmals beteiligte.

Bereits zum zweiten Mal mit von der Partie war Sadik Altintas von der Gärtringer Firma Autoservice Altintas, für den die gute Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler ein wichtiger Aspekt ist. "Ich habe in diesem Jahr fünf junge Menschen getroffen, die sich über den Beruf sehr gut informiert hatten. Genau diese fünf hat er nun zu einem Schnupper-Praktikum eingeladen. "So haben wir zusammen die Chance, uns noch besser kennenzulernen und zu sehen, ob wir gemeinsam das Thema Ausbildung angehen wollen."

Und die Schüler? Sie waren mit Feuereifer bei der Sache. Jedesmal wenn der Gong ertönte ging es zu einem anderen Tisch mit Gegenüber. Sabiah Gümüs hatte sich die Gemeindeverwaltung Nufringen, den Klinikverbund Südwest und Bike-Unlimited ausgesucht. Die 18-Jährige besucht die zweite Klasse der Berufsfachschule an der Mildred-Scheel-Schule. Verwaltungsangestellte? Operationstechnische Assistentin? Oder doch Bürokauffrau? "Ich habe mich auf die Gespräche vorbereitet, aber jetzt kann ich mir auch genauer vorstellen, was da auf mich zukommen würde", weiß Sabiah Gümüs und zeigt sich nach dem Dating besonders interessiert an dem Ausbildungsplatz im Klinikverbund Südwest.

Bewerbungen und Praktika

Ihre Mitschülerin Saida Jeniay hat bereits ein Angebot für ein Praktikum. Sie interessierte sich beim Speed-Dating für eine Ausbildung als Erzieherin bei der Gemeinde Gärtringen, als Hotelfachfrau im Hotel Hasen in Herrenberg sowie bei Edeka als Einzelhandelskauffrau. In jedem Fall will sie "nach den sehr angenehmen Gesprächen" zwei Bewerbungen schreiben.

Jannik Widmann hat sich ebenfalls das Hotel Hasen ausgeguckt und einen Ausbildungsplatz als Erzieher in Gärtringen. Dort besucht der 14-Jährige die neunte Klasse der Theodor-Heuss-Realschule. Auch über die Ausbildung zum Heilerzeihungspfleger bei Campus Mensch informierte er sich genau. Schließlich hat er eine Vorliebe für Pädagogik.

Seine Mitschülerin Clara Langer setzte andere Schwerpunkte. Neben der Heilerzieherausbildung informierte sie sich am Tisch von Ensinger über die Ausbildung zur Industriekauffrau, am Tisch der Volksbank über die Ausbildung zur Bankkauffrau und am Tisch der Polizei über deren Arbeit. Ihr Resümee: Bei den Bankern fühlte sie sich mit ihren Interessen gut aufgehoben.

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