Eisenmann: Teil der Lackiersparte verkauft

Eisenmann-Insolvenz: Investor übernimmt Bereich mit 110 Angestellten

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    Der Insolvenzverwalter hat einen Investor gefunden, der einen Bereich der Lackieranlagen-Sparte von Eisenmann übernimmt Foto: red

Artikel vom 18. September 2020 - 17:48

BÖBLINGEN/HOLZGERLINGEN (red). Für einen Teil der Lackieranlagen-Sparte ("Paint and Assembly") des insolventen Anlagenbauers Eisenmann ist jetzt ein Investor gefunden worden. "Mit dem Verkauf bleiben nicht nur ein wesentlicher Teil des Kerngeschäfts und der Technologie von Eisenmann sondern auch 110 Arbeitsplätze erhalten", schreibt Insolvenzverwalter Joachim Exner in einer Pressemitteilung.

"Die nun erzielte Investorenlösung umfasst neben dem gesamte Service-Ersatzteilgeschäft auch die Fortführung des Projekt- und Retrofit-Geschäftes", heißt es weiter. Damit sei auch sichergestellt, dass die weltweit über 500 Eisenmann-Lackieranlagen weiter mit Service und Ersatzteilen bedient werden.

Erwerber ist die Beteiligungsgesellschaft Nimbus, die unter anderem auch am Anlagenbauer Sturm Gruppe beteiligt ist. Der Investor sei auf die Übernahme von Unternehmen in Umbruchsituationen spezialisiert "Nimbus ist ein Investor, der strategisch hervorragend zu Eisenmann passt", betonte Exner.

Mit dem jüngsten Verkauf konnte nun für fünf Geschäftsbereiche von Eisenmann Investorenlösungen erzielt und in der Summe rund 515 Arbeitsplätze erhalten werden: Im August hatte Exner wie berichtet den Geschäftsbereich "Conveyor Systems" (rund 70 Mitarbeiter) an pentanova sowie die Eisenmann Software-Tochtergesellschaft ENisco (rund 50 Mitarbeiter) an die Firma Forcam GmbH verkauft, ein Unternehmen des SAP-Gründers Dietmar Hopp. Im Januar 2020 veräußerte Exner den Geschäftsbetrieb der Firma Eisenmann Thermal Solution GmbH & Co. KG mit rund 200 Mitarbeitern an die Firma Onejoon GmbH.

Die nicht von der Insolvenz betroffene Tochtergesellschaft Eisenmann intec GmbH & Co. KG wurde ebenfalls im Januar unter Erhalt von rund 85 Arbeitsplätzen an die Firma Sames Kremlin GmbH verkauft.

Für die verbliebenen Eisenmann-Geschäftsbereiche "Application Technology" und "Environmental Technology" befinde man sich weiter auf der Suche nach einer Lösung. Der Investorenprozess werde weiter vorangetrieben, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

Bereits Anfang August verkündete Exner die Zerschlagung des Familienunternehmens. Nachdem der komplette Verkauf der Lackieranlagen-Sparte an einen Investor gescheitert war, verloren rund 650 Mitarbeiter an den Standorten Böblingen und Holzgerlingen ihren Job. Für diese wurde inzwischen eine Qualifizierungsgesellschaft eingerichtet.

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