Ein wichtiger Schritt für das Böblinger Hospiz

Die St. Elisabeth-Stiftung wird die Einrichtung in der Innenstadt betreiben - Nun muss der Hospizverein Bürgschaften einwerben

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    Ein Betreiber für das Hospiz ist gefunden. Nun muss der Vorstand des Hospizvereins die für den Betrieb notwendigen Bürgschaften organisieren Foto: red

Artikel vom 17. September 2020 - 13:30

BÖBLINGEN/SINDELFINGEN (red). Wie berichtet, wird der Hospizverein Region Böblingen-Sindelfingen gemeinsam mit der Böblinger Baugesellschaft (BBG) an der Karlstraße/ Ecke Talstraße im Herzen von Böblingen ein Hospiz realisieren. Auf der Suche nach einem Betreiber haben sich der Hospizverein und die BBG laut Pressemitteilung jetzt mit der St. Elisabeth-Stiftung aus Bad Waldsee (siehe Hintergrund), verständigt, dass diese die Trägerschaft übernimmt.

"Als Hospizverein sind wir sehr glücklich, dass wir so zügig eine Trägerin finden konnten, die sich auf dieses Projekt mit uns einlässt. Die Stiftung teilt die Werte und den Geist, die aus unserer Sicht ein Hospiz in Böblingen tragen sollen," so die Vorsitzende Maria Dries-Koblowsky weiter. "Auch war es uns ein Anliegen, eine Trägerin zu finden, die bereits Erfahrungen mit dem Betrieb von Hospizen hat."

"Um eine solche Einrichtung erfolgreich zu führen, bedarf es eines engagierten und erfahrenen Betreibers", erläutert der Geschäftsführer der BBG, Rainer Ganske. "Die St. Elisabeth-Stiftung verfügt über die dazu nötigen Kompetenzen. Wir sind überzeugt, dass sie die richtige Partnerin für ein solches Hospiz in Böblingen ist."

Annette Köpfler, Leiterin der Altenhilfe der St. Elisabeth-Stiftung, freut sich auf die Zusammenarbeit. "Gemeinsam mit dem Verein und der BBG wollen wir die Aufgabe angehen, einen Ort zu schaffen, an dem schwerkranke Menschen am Ende ihres Lebens gut begleitet werden. Und wir wünschen uns, dass uns möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aus Böblingen und Umgebung dabei unterstützen."

Am Mittwoch haben Annette Köpfler und Tobias Bär, Bereichsleiter für die Hospize der Stiftung, auf einer Mitgliederversammlung ihre Einrichtung und ihre Arbeit vorgestellt. Die Mitglieder des Hospizvereins haben einstimmig der Zusammenarbeit zwischen Hospizverein und St. Elisabeth-Stiftung zugestimmt.

Hospizverein und St. Elisabeth-Stiftung streben nun an, dass bis zum 31. März 2021 die notwendigen Abmangelgarantien eingeworben werden, um mit der Realisierung des Hospizes beginnen zu können. Denn die Kosten für den Betrieb eines Hospizes werden nur zu 95 Prozent durch die Krankenkassen finanziert - der Rest muss über Spenden gedeckt werden.

"Aus Erfahrung wissen wir, dass wir mit einem jährlichen Abmangel von rund 150 000 Euro rechnen müssen", sagt Annette Köpfler. "Nun ist es an uns, diese Garantien durch Spenden, Sicherheiten und Unterstützung von Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen einzuholen. Dementsprechend ist jeder gespendete Euro momentan sehr wichtig", so Schatzmeister Gianfranco Paradisi.

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