Hans Grimshandel

Nachruf

Artikel vom 15. September 2020 - 18:42

Ehningen trauert um den ehemaligen Gemeinderat Hans Grimshandl. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und wurde 88 Jahre alt.

Als Heimatvertriebener aus dem Sudetenland kam Hans Grimshandel im jugendlichen Alter nach Ehningen und brachte sich von Anfang an in die Gemeinschaft ein und gestaltete den Ort mit.

Hans Grimshandl war laut Bürgermeister Lukas Rosengrün "sein" Ehningen besonders wichtig: "In 29 Jahren Gemeinderatstätigkeit prägte und gestaltete er die Entwicklung unserer Gemeinde stets mit festem Willen, einer geschätzten Ausstrahlung und unermüdlicher Schaffenskraft. So war er auch 17 Jahre Zweiter Stellvertretender Bürgermeister - ein kommunalpolitisches Urgestein."

Gesellschaftlicher und sozialer Einsatz waren ihm laut dem Nachruf der Gemeinde sehr wichtig. So lag ihm besonders das Engagement in zahlreichen Vereinen und Organisationen am Herzen. Er setzte sich für seine Mitmenschen ein. Ob bei der katholischen Kirche, als Aufsichtsrat der Ehninger Bank, als Vorstand beim Bund der Vertriebenen, damals DJO (Deutsche Jugend des Ostens) oder als Mitglied im Liederkranz. Im Jahr 2019 wurde Hans Grimshandl für sage und schreibe 50 Jahre im Vorstand beim Bund der Vertriebenen von der Gemeinde ausgezeichnet. Zudem bekam er 1996 für sein vorbildliches Wirken in der Jugendarbeit, dem Gemeinderat und Vereinen das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Gemeinderat ließ er es sich nicht nehmen, die Verwaltung weiter zu unterstützen. So hat er beispielsweise noch jahrelang die Ehninger Markungsputzete organisiert und brachte seine landwirtschaftliche Erfahrung ein, wenn es um die Bewertung von Grundstücken ging.

"Es sind die Menschen, die unserer Gemeinde ein unverwechselbares Gesicht geben", weiß der Ehninger Bürgermeister. Und so kam es, dass Hans Grimshandel im Jahr 2016 ein Teil von lebendiger Ortsgeschichte wurde: In "Lebenslinien" (Band 2) schildert Hans Grimshandl eindrucksvoll die Stationen seines Lebens und hält so ein Stück Ehninger Geschichte für die nachfolgenden Generationen fest.

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