Klärschlamm: CDU fordert Gutachten

Verwaltung kontert Vorwurf der Intransparenz.

Artikel vom 24. Juli 2020 - 15:06

BÖBLINGEN (red/mis). Die Böblinger CDU hat weiterhin Klärungsbedarf hinsichtlich einer möglichen Klärschlammverbrennung beim Restmüllheizkraftwerk in Böblingen. Die Gemeinderatsfraktion fordert, ein Gutachten einzuholen, welches die offenen Fragen klären und verschiedene Varianten untersuchen soll.

Die Fraktionsvorsitzende Irmgard Spruth-Müller erklärt in einer Pressemitteilung: "Bisher wird immer nur die Verbrennung beim Restmüllheizkraftwerk diskutiert, andere Optionen werden von der Verwaltung bisher ausgeblendet. Wenn im Böblinger Wald Klärschlamm verbrannt werden soll, dann müssen dem Gemeinderat hierfür alle Fakten geliefert werden." Fraktionskollege Pascal Panse untermauerte dies in der Sitzung mit markigen Worten. "Ich fühle mich von der Verwaltung getäuscht", behauptete er. Erster Bürgermeister Tobias Heizmann legte daraufhin ausführlich dar, wann und wie oft der Gemeinderat in den vergangenen Woche über dieses Thema informiert wurde.

Eine weitere Forderung der CDU lautet, dass die Bevölkerung dringend eingebunden werden müsse. "Die Last der Anlage tragen nachher die Bürgerinnen und Bürger aus Dagersheim und Böblingen. Die wurden bisher aber gar nicht zu dem Projekt gehört - die vielversprochene Bürgerbeteiligung des Oberbürgermeisters muss auch eingelöst werden", heißt es in dem Schreiben der CDU.

Die Verwaltung verwies auf den kommende Dienstag. An diesem Tag findet um 18 Uhr eine Bürgerinformationsveranstaltung zu diesem Thema auf dem Gelände des Böblinger Restmüllheizkraftwerkes statt.

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