Böblingen wird Teil der Bauausstellung

Die Unterstadt und das Postareal sind nominiert.

Artikel vom 14. Juli 2020 - 15:00

BÖBLINGEN (red). Im Jahr 2027 findet die Internationale Bauausstellung (IBA) in der Region Stuttgart statt. Mit dabei ist auch Böblingen mit dem ehemaligen Postgelände und der Neukonzeption der Unterstadt.

Seit dem Auftakt im Oktober 2018 haben sich Kommunen mit kleinen und großen Vorhaben um Aufnahme in das Netz der Internationalen Bauausstellung beworben. Wegweisende Planungen und bauliche Projekte sollen dann im Ausstellungsjahr 2027 zu sehen sein.

Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie wollen wir wohnen? Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus, wie gedeiht das Miteinander in der Stadtregion, wie verändern sich Arbeitswelten, Technologie und die Stadtzentren? Die Themen sind vielfältig. Dafür gilt es, Lösungen zu erarbeiten und auch zu realisieren, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Böblingen hat sich mit der Unterstadt und dem Programm "von der autogerechten Stadt zur lebendigen Innenstadt" beworben und wurde aufgenommen. Viele Veränderungen, schreibt die Stadt, seien bereits geschehen: die zentrale Fußgängerachse der Bahnhofstraße, die Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr am Bahnhof mit Unterführung und Zentralem Omnibusbahnhof (ZOB), Mercaden und vieles mehr. Zahlreiche neue Wohnungen kämen in Zukunft hinzu und mit ihnen weitere Mitbürger/-innen. Am Elbenplatz soll die Verbindung zwischen Altstadt und Schlossbergring aufgewertet werden, die alten Einkaufszentren werden bald abgerissen und durch Neubebauung erfahren die Erdgeschosse neue Belebung, heißt es weiter. Die Unterstadt soll laut Stadt dadurch noch mehr zu einem vitalen, abwechslungsreichen Teil der Innenstadt von Böblingen werden.

Im Rahmen der IBA sollen mutige zukunftsfähige Projekte entstehen und neue Wege beschritten werden. Soziales Miteinander, Mobilität am Bahnhof, experimentelles Bauen werden anhand konkreter Standorte thematisiert. Die Stadt möchte mit Bürgerschaft, Öffentlichkeit und dem interessierten Fachpublikum diskutieren: über die Gesamtentwicklung der Unterstadt sowie über gezielte thematische Bausteine zu Vervollständigung der Stadtquartiere.

Hinzu kommt das "Post-Areal" der Böblinger Baugesellschaft als eigenes Vorhaben im IBA-Netz. Dort soll, wie berichtet, ein Neubau entstehen, bei dessen Gestaltung und Nutzungen sich die Bürger/-innen aktiv beteiligen und mitgestalten können.

Die Stadtverwaltung freut sich auf den Dialog und fordert die Bürger/-innen und Bürger schon jetzt auf, tatkräftig mitzuwirken. "Ihre Kenntnisse, Erfahrungen und Ideen können gemeinsam vielversprechende, zukunftsweisende Vorschläge und Lösungen hervorbringen. Es ist das Ziel, im Ausstellungsjahr 2027 auch gebaute Beispiele besichtigen und so ein großes, interessiertes Publikum in Böblingen begrüßen zu können", heißt es abschließend.

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