"Haus-Aufgaben" und Videos aus der Familie

Corona: Angebote für Seniorenin den Böblinger Heimen

Artikel vom 15. April 2020 - 13:42

BÖBLINGEN (red). Eine neue Aktion zum Zeitvertreib für ältere Menschen bietet die städtische Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstelle (IAV) an.

Auf Wunsch versendet sie Briefe mit vielfältigen Beschäftigungsangeboten. Ein Anruf bei der IAV-Stelle Böblingen (0 70 31) 6 69-23 66 oder dem Kontakttelefon "Gemeinsam für Böblingen" (0 70 31) 669-23 60) genügt, das Material wird kostenlos im großen Umschlag zugestellt.

Die IAV-Stelle hat ein buntes Potpourri an Aufgaben, Texten und Spielen zusammengestellt, das insbesondere für die ältere Generation geeignet ist. Damit lässt sich der Tag strukturieren und manche Langeweile verkürzen. Neben diesem kostenlosen Angebot rät die IAV-Stelle dazu, möglichst viel in Telefonkontakt mit Verwandten und Bekannten zu bleiben. Ein Zettel an der Wohnungstür mit der Bitte um Einkaufshilfe im Haus kann neue Kontakte zu bisher unbekannten Nachbarn eröffnen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wenn die Augen schnell ermüden und das Lesen schwerer fällt, kann das Angebot der Böblinger Lesepaten einen Ausweg bieten: Sie lesen am Telefon eine Viertelstunde vor, ob Geschichte, Buchkapitel oder Zeitung bleibt auszumachen.

Und so geht's: Interessierte melden sich bei Yvonne Paetel in der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement unter Telefon (0 70 31) 669-2476, Montag und Mittwoch 10 bis 12 Uhr oder per E-Mail fachstelle@boeblingen.de (Betreff: Vorlesezeit am Telefon). Sie hinterlassen Ihren Namen, Telefonnummer, Alter und Vorschläge für mögliche Vorlesetage.

Ein/e ehrenamtliche Lesepate/-in ruft nach Vermittlung durch Yvonne Paetel direkt an und vereinbart eine Zeit und das Vorlesethema. Für die vereinbarte Vorlesezeit suchen Sie sich einen gemütlichen Sessel am Telefon, stellen auf Lautsprecher und los kann's gehen. Eine Begrüßung und ein Abschluss gehören natürlich zur Vorlesezeit dazu. Weitere Informationen unter http://www.boeblingen.de/lesepaten

Auch im Wohn- und Pflegezentrum Flugfeld gibt es Extra-Angebote für Senioren. Da die Bewohner keinen Besuch empfangen dürfen, bietet die Einrichtung Angehörigen die Möglichkeit, auf digitalem Weg den Kontakt zu pflegen. Dazu stehen den Bewohnern Tablets für Videotelefonie bereit, die Dank des gut ausgebauten WLAN-Netzes im Haus problemlos funktioniert. Zudem wird im Haus nun sechs Wochen lang das neue Gerät "Qwiek.up" getestet.

Mit Qwiek.up können Bilder und Videos von der Familie und vom Leben außerhalb des Pflegeheims jederzeit in Lebensgröße an die Wand jedes Bewohnerzimmers projiziert werden.

Angehörige können Videobotschaften und Fotos auf einem USB-Stick per Post in die Einrichtung schicken oder in den Briefkasten werfen. Qwiek.up spielt die Videos und Bilder von Familie und Freunden dann direkt im Zimmer der Bewohner ab. Für die Bewohner, die bettlägerig sind, wird die Botschaft an die Decke projiziert. "So machen Angehörige den Senioren eine Freude und unterstützen sie in dieser schwierigen Zeit mit einem persönlichen Gruß", heißt es in einer Pressemitteilung.

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