Kooperation bei regionaler Schlachtung

Rottenburg und Landkreise im Gespräch mit Gärtringer Betrieb

Artikel vom 06. April 2020 - 17:48

KREIS BÖBLINGEN/GÄRTRINGEN (red). Die Stadt Rottenburg und der Landkreis Tübingen sind auf der Suche nach Alternativen für einen Standort, an dem Schlachtungen zukünftig stattfinden können. Zu diesem Zweck haben vor einigen Tagen Gespräche mit der Schlachthof eG Landkreis Böblingen und dem Landkreis Böblingen als zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörde stattgefunden. In konstruktiver Atmosphäre haben die Beteiligten eine mögliche Kooperation im Bereich der regionalen Schlachtung besprochen. Dabei bekundeten alle Teilnehmer ihren Willen, die Themen Regionalität, Tierwohl und Qualitätssicherung in den Vordergrund der Überlegungen zu stellen. Gemeinsam will man nun eine Konzeption erarbeiten, wie die betriebliche Erweiterung am Standort des genossenschaftlichen Schlachthofs in Gärtringen mittelfristig umgesetzt werden kann.

"Gerade in Krisenzeiten wie derzeit wächst das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Notwendigkeit, nicht von langen, globalen Lieferketten abhängig zu sein. Die Lebensmittelversorgung insbesondere bei Grundnahrungsmitteln wird durch die regionale Produktion und Verarbeitung gestärkt", sagt der Böblinger Landrat Roland Bernhard. Und der Tübinger Landrat Joachim Walter betont: "Der zukünftige Standort eines Schlachthofes soll auch weiterhin für Metzgereien und Landwirte regional gut erreichbar sein. Dies gilt insbesondere auch für Kleinbetriebe, die als eine Säule der regionalen Vermarktung darauf in besonderer Weise angewiesen sind."

Eine mögliche Kapazitätserweiterung beim Gärtringer Schlachthof ist problemlos möglich, da heute schon nicht an allen Werktagen Betrieb herrscht. Pro Woche werden in Gärtringen aktuell circa 800 Schweine, 80 Lämmer und 60 Rinder geschlachtet.

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