Klimaschutzauszeichnung für Böblinger Wohnhaus

Mehrfamilienhaus in der Böblinger Klaffensteinstraße erhält Auszeichnung als "Ort voller Energie"

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    Wohnen und das Klima schonen: Das "Haus am See" in Böblingen zeigt, dass dies möglich ist Foto: mis

Umweltminister Franz Untersteller hat das "Haus am See" in der Klaffensteinstraße als "Ort voller Energie" ausgezeichnet. Das Gebäude darf nun die Plakette "Hier wird die Energiewende gelebt" tragen.

Artikel vom 06. September 2019 - 15:18

BÖBLINGEN (red). "Das Gebäude überzeugt insbesondere durch sein innovatives Effizienzkonzept. Es ist vorbildlich gedämmt und jede Wohneinheit verfügt über eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, deren Wirkungsgrad bei über 85 Prozent liegt", sagte Untersteller als er am Mittwoch Eigentümer und Bauherr Ralf Sklarski die Auszeichnung überreichte. Mit einem Primärenergiebedarf von gerade einmal 14 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr leiste das Gebäude einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, so der Minister.

Das Gebäude zeichnet sich laut einer Pressemitteilung des Ministeriums durch weitere Besonderheiten aus: Eine Brennstoffzelle mit Gas - die erste dieser Art und Größe im praktischen Einsatz - versorgt das Gebäude mit Wärme und eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher erzeugt klimafreundlichen Strom direkt vor Ort, der als Mieterstrom an die Bewohnerinnen und Bewohner des Mehrfamilienhauses verkauft wird. "Dieses Haus vereint Innovation, Intelligenz und Nachhaltigkeit - es ist mit Blick auf unser Klima zukunftsweisend", so das Fazit des Ministers.

Die Auszeichnung vorbildlicher "Orte voller Energie" ist ein Baustein des neuen Kommunikationskonzeptes der Landesregierung zur Energiewende in Baden-Württemberg. Sie soll aufzeigen, dass es zahlreiche Orte im Land gibt, an denen sich einzelne Personen, Gruppen, Institutionen, Verwaltungen oder Unternehmen beispielhaft, erfolgreich und innovativ für die Energiewende einsetzen. Sie alle zeigten, dass die Energiewende in Baden-Württemberg bereits stattfindet und gelebt werde, schreibt das Ministerium abschließend.

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