Verkaufsaktion im Rahmen von Schlemmen am See bringt 824 Euro

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    Freuen sich über das Ergebnis der Schwimmkerzen-Aktion: Christoph Rohr (Loonax) und Gabriele Schlecht (Pro Vita) Foto: jps

Böblingen leuchtete am Eröffnungsabend vom Genuss-Festival Schlemmen am See - am Himmel und auf dem Wasser. Dafür sorgte der Böblinger Werber Christoph Rohr. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Schwimmkerzen und Lampions geht über Pro Vita an ein behindertes Mädchen.

Artikel vom 02. August 2019 - 18:06

BÖBLINGEN (red/jps). Nicht nur die Augen der vielen Gäste von Schlemmen am See brachte der Eröffnungsabend am 3. Juli zum Leuchten. Auch die Tochter einer Flüchtlingsfamilie in Gärtringen freut sich über eine Aktion an dem Abend. Im Rahmen des Loonax Musikfeuerwerks, das erstmal der Böblinger Werbetechniker Christoph Rohr organisiert hat, wurden auch Schwimmkerzen und Lampions verkauft. Der Erlös kommt zu gleichen Teilen der Organisation Pro Vita und der Aktion Lebenshilfe in Böblingen zugute. "Insgesamt haben wir 650 Schwimmkerzen für je einen Euro und 50 Lampions für je zwei Euro verkauft", freut sich Christoph Rohr über dieses tolle Ergebnis. Außerdem kamen noch rund 80 Euro an Spenden zusammen, sodass je die Hälfte von den 824 Euro an die beiden gemeinnützigen Organisationen gehen.

Pro Vita rundet fehlenden Betrag auf

Das freut Pro-Vita-Geschäftsführerin Gabriele Schlecht besonders, denn sie weiß auch schon, für was sie die 412 Euro verwenden wird: "Wir unterstützen traditionell Menschen und Familien, die unverschuldet in Not geraten sind." Da bot es sich an, einer Flüchtlingsfamilie in Gärtringen etwas gutes zu tun.

Die Mutter und ihre 20-jährige Tochter stammen ursprünglich aus Georgien. "Das Mädchen ist behindert und kann sich selbst nur schwer vor die Tür bewegen", sagt Schlecht. Daher wolle sie ihr beim Kauf eines speziellen Fahrrads helfen, das drei Räder hat und so leichter zu steuern ist. Damit ist die 20-Jährige selbst mobil.

"Zwar ist das nicht für das Geld zu haben, aber wir können den fehlenden Betrag aus der Vereinskasse aufrunden", sagt sie. Christoph Rohr freut sich, dass die Aktion mit den Kerzen so ein gutes Ende nimmt. Noch am Tag des Feuerwerks stand er in regem Austausch mit der Stadtverwaltung und dem Grünflächenamt - die Genehmigung stand auf der Kippe. Rohr: "Nächstes Jahr wollen wir das auf jeden Fall wiederholen. Die Kombination aus Feuerwerk, Musik und den Kerzen auf dem See kam richtig gut an."

Vielleicht wird er des größeren Effekts wegen aber Ventilatoren einsetzen, um die Kerzen mehr in Richtung Seemitte zu pusten. "Die sammelten sich schnell am Seeufer und waren kaum kontrollierbar", sagt der Werbetechniker. Der Atmosphäre hat es nicht geschadet: Die kam trotzdem bei vielen Gästen auf.

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