Böblingen muss mit weniger Gewerbesteuer auskommen

Stadt rechnet mit 90 Millionen

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    Symbolbild: Archiv

Artikel vom 19. Juli 2019 - 18:48

BÖBLINGEN (mis). Die Stadtverwaltung erwartet in diesem Jahr weniger Gewerbesteuern als geplant. Finanzbürgermeister Tobias Heizmann informierte den Finanzausschuss am Donnerstag darüber, dass die Einnahmen auf 90 Millionen herunterkorrigiert worden seien. Im Haushaltsplan 2019 war man noch von 95 Millionen Euro ausgegangen. Bei der wichtigsten Einnahmequelle sei der Gipfel erreicht. "Wir befinden uns auf dem absteigenden Ast", erklärte Heizmann. Auch in Böblingen würden Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung deutlich.

Die Stadt befindet sich mit dieser Summe dennoch weiterhin in Rekord-Sphären. Nur zweimal, im vergangenen Jahr mit 105 Millionen und 2017 mit über 90 Millionen, flossen jemals mehr Abgaben aus der Wirtschaft in die Stadtkasse. Die durchschnittliche Gewerbesteuer in den Jahren 2004 bis 2016 betrug rund 50 Millionen Euro.

Kämmerer Sascha Schneider sprach von einer Ausnahmesituation, die sich nun wohl ihrem Ende zuneigt. In den nächsten drei Jahren hat er jeweils nur noch 75 Millionen Euro eingeplant. Während die Einnahmen schwinden, werden die Ausgaben steigen, erklärte Schneider. Die Personalkosten steigen 2020 um eine Million auf 47 Millionen Euro. Auch bei den Sach- und Dienstleistungen geht er in Zukunft von höheren Ausgaben aus. Den größten Zuwachs muss die Stadt bei den Baukosten stemmen. Während in den Jahren bis 2018 rund 15 Millionen jährlich investiert worden sind, plant der Kämmerer in den Jahren 2019 bis 2021 jeweils rund 30 Millionen ein. Großprojekte wie die Schul- und Kita-Sanierungen, die Renovierung des Rathauses und im Straßenbau die Finanzierung der Querspange Ost und des A 81-Deckels stehen dann an.

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