CDU-Basis in Böblingen: Glaubwürdigkeit wird vermisst

Lokale CDU-Verantwortliche veranstalten Workshop im Freiraum

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    Der Böblinger CDU-Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz ging mit seinen Parteifreunden in den Dialog. Foto: red

Artikel vom 05. Juli 2019 - 16:43

BÖBLINGEN (red/krü). Rund 80 Interessierte sind zuletzt ins Freiraum-Lokal bei der Böblinger Kongresshalle gekommen, um drei Stunden lang über die Zukunft der CDU zu diskutieren. Eingeladen hatten der Bundestagsabgeordnete Marc Biadacz, die Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz und Paul Nemeth, der CDU-Kreisvorsitzende Michael Moroff und der JU-Kreisvorsitzende Matthias Miller.


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Nach kurzen Impulsreferaten setzten sich die Teilnehmer in drei Arbeitsgruppen zusammen. Es ging um Klimaschutz und Umweltpolitik, zudem um Wirtschaftsthemen sowie als dritten Bereich den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wie Marc Biadacz vom Workshop berichtet, wurden abschließend folgende Ideen und Forderungen an die CDU formuliert: auf eine glaubwürdige und ehrliche Kommunikation der Parteispitze zu achten und Fehler einzugestehen; paritätische Listen aufzustellen; Ämterhäufung zu vermeiden; ein CDU-Social-Media-Team aufzubauen sowie die Online-Kommunikation der Parteispitze zu verbessern.

Beim Thema Umweltschutz wurde beim Böblinger Workshop am vergangenen Wochenende angemahnt, dass sich die Christdemokraten sowohl klar als auch glaubwürdig in Umwelt- und Klimafragen positionieren müssten und gleichzeitig offen und transparent über die finanzielle Be- und Entlastung der Bürger und der Wirtschaft reden sollten. Die CDU müsse sich in Land und Bund stärker für die Förderung des ÖPNV einsetzen, die Bepreisung von CO2-Emissionen in Abhängigkeit des Verbrauchs fordern und ein übergreifendes Klima-Konzept erarbeiten.

Die Arbeitsgruppe "Wirtschaft" forderte zudem, dass sich die CDU in den Bereichen Umweltpolitik und Digitalisierung viel stärker für lebensbegleitendes Lernen einsetzen müsse, damit die Bürger mitreden könnten. Beim Thema "Gesellschaftlicher Zusammenhalt" wurde angemahnt, die Christdemokraten müssten insgesamt viel pragmatischer denken und handeln, projektorientierter arbeiten und sich vielfältiger Familienmodelle annehmen.

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