Eichenprozessionsspinner: Nester werden vor Ort bekämpft

Artikel vom 11. Juni 2019 - 15:54

BÖBLINGEN (red). Auch in diesem Frühjahr ist der Eichenprozessionsspinner in Böblingen wieder Thema. Dieser hatte in den vergangenen Jahren immer wieder zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei der Bevölkerung geführt, da die Tiere Allergien auslösen können.

Eine genaue Aussage zur Entwicklung im Stadtgebiet lasse sich nicht vorhersagen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Derzeit gebe es weder aus wissenschaftlicher noch aus eigener Untersuchung gesicherte Hinweise für eine Prognose, dass es zu einem massenhaften Auftreten im Stadtgebiet Böblingen komme. Ein vorsorglicher Einsatz mit einer Besprühung der Eichen im und um das Stadtgebiet per Hubschrauber, wie dies in der Vergangenheit der Fall war, wird aufgrund der negativen Auswirkungen auf viele andere Insektenarten nicht mehr durchgeführt, schreibt die Stadtverwaltung.

Die Stadt Böblingen hat deshalb, wie bereits in den vergangenen Jahren, in sensiblen Bereichen wie der Mineraltherme, am Waldheim und auf Waldspielplätzen, in Kindergärten und auf Friedhöfen, Behandlungen durchgeführt. Die betroffenen Bäume wurden zu diesem Zweck mit gelbgrünen Punkten versehen. Die Behandlung erfolgte mit einem großen Sprühgerät, ähnlich einer Schneekanone, oder mit Blasgeräten. Das versprühte Mittel sei für den Menschen ungefährlich.

Da eine Beseitigung der Nester im Stadtwald aufgrund der hohen Eichendichte nicht möglich ist, werden Waldbesucher zu gegebenem Zeitpunkt durch Hinweisschilder auf das Vorkommen der Raupen aufmerksam gemacht.

Einen sicheren Schutz vor den Brennhaaren der Eichenprozessionsspinner gibt es nicht. Das Kreisforstamt rät deshalb allen Waldbesuchern zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

Berühren Sie die Raupen und ihre Nester nicht

Vermeiden Sie in betroffenen Eichenwäldern den Kontakt mit der Bodenvegetation und bleiben Sie auf den Wegen

Schützen Sie die empfindlichen Hautbereiche (Nacken, Unterarme)

Wechseln Sie die Kleider und duschen Sie nach dem Kontakt mit den Brennhaaren

Raupen und Nester an Bäume auf Privatgrundstücken können von der Stadtverwaltung nicht behandelt werden. Diese sollten die Eigentümer im Bedarfsfall durch gewerbliche Baumpflegefirmen entfernen lassen.

Wer Nester an städtischen Eichen bemerkt, kann sich an die Stadtgärtnerei wenden. Die Nester werden dann von Fachfirmen entfernt. Ansprechpartner ist Oliver Henke, Telefon (0 70 31) 6 69-53 61.
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