Von der Kirschblüte berauscht

Leserreise der Kreiszeitung führte Anfang April nach Japan - Teilnehmer gewinnen Eindrücke für alle Sinne

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    Japan entdecken: Leser der Kreiszeitung erlebten die kulturellen und kulinarischen Hotspots des Landes Foto: red

Japan gilt es mit allen Sinnen zu genießen: Der zarte Duft der Kirschblüte im Frühling, die Geschmacksexplosionen, die die japanische Küche bietet, der unglaubliche Anblick des Fuji vor einem strahlend blauen Himmel, das entspannende Gefühl beim Eintauchen in die heißen Quellen.

Artikel vom 11. Juni 2019 - 15:42

BÖBLINGEN/TOKYO (red). Eindrücke für alle Sinne konnte eine Reisegruppe der Kreiszeitung von ihrer Japanreise Anfang April mitbringen. Das Land der aufgehenden Sonne bietet eine Vielfalt an Aktivitäten, die alle so erlebenswert sind, dass den Organisatoren die Auswahl schwer fiel, erklärt der Reisepartner TTS Trautner-Touristik. Es wurde versucht, bei der Leserreise "Japan im Rausch der Kirschblüten - mit allen Sinnen genießen" die Höhepunkte des Landes zu einer Erlebnisreise zusammenzufassen.

Auffallend waren in Japan zunächst die beiden Religionen, die friedlich nebeneinander existieren und sich eher ergänzen, als sich gegenseitig missbilligend zu beäugen, oder gar zu bekämpfen. Was der Shintoismus nicht bedienen kann, findet man im Buddhismus. Die Wertschätzung für beide Religionen drückt sich in den vielen prachtvollen Schreinen und Tempeln aus, die zu Ehren der Götter errichtet wurden.

So unterschiedlich wie der Zweck der Tempel, sind auch die Gebäude. So besuchte die Reisegruppe unter anderem den auf dem Meer schwimmenden Itsukushima-Schrein bei Hiroshima, die großen Tempelanlagen in Kyoto sowie den Goldenen Pavillon, den Fushimi-Inari-Schrein und den Kenninji Tempel, den Großen Buddha von Kamakura, den Asakusa-Kannon-Tempel in Tokio - just an Buddha's Geburtstag. Und nicht zuletzt die Unesco-Weltkulturerbe-Stätte in Nikko, den Toshogu-Schrein mit dem berühmten Bildnis der drei Affen.

"Waldbaden", das neueste Wellnessprogramm, wurde in Japan erfunden. "Wunderschöne Landschaften im Landesinnern laden zu ausgiebigen Spaziergängen in kunstvoll angelegten Gärten ein und zu Streifzügen entlang romantischer Flüsse, gesäumt von blühenden Kirschbäumen", sagt Petra Meyer, Geschäftsführerin von TTS Trautner-Touristik, "begeistert war die kleine Reisegruppe besonders von der Bootsfahrt auf einem traditionellen Holzboot durch die wilden Stromschnellen des Hozu-Flusses in Arashiyama und von einer Seenfahrt mit Blick auf den schneebedeckten Berg Fuji."

Um die müden Muskeln anschließend zu verwöhnen, ließen sich die Reisegäste in einem Ryokan, einem typisch japanischen Hotel, in ein Onsen gleiten. Dies ist ein Bad, das aus natürlichen heißen Quellen gespeist wird. Hier tanken Körper, Seele und Geist neue Kraft.

Japanische Küche schützt vor Heißhungerattacken

Ein weiteres Highlight laut der Veranstalterin war für die Teilnehmer die japanische Küche, welcher bei dieser Reise ein besonderer Schwerpunkt beigemessen wurde. Wer dabei "nur" an Sushi, eine Verbindung von rohem Fisch und Reis, denkt, muss sich eines Besseren belehren lassen. Denn dies ist nur ein einziges Gericht aus der unendlichen Vielfalt, die die japanische Küche zu bieten hat.

Eine Mahlzeit muss aus so vielen unterschiedlichen Zutaten bestehen, dass alle Geschmacksnerven befriedigt werden. Das schützt vor Heißhungerattacken, weiß man in Japan, wo die Menschen überwiegend schlank sind und eine hohe Lebenserwartung haben.

Ein typisch japanisches Kaiseki ist eine Folge von vielen unterschiedlichen Gängen, die alle wie ein Gemälde auf dem Teller arrangiert sind. Soll es doch lieber etwas Handfestes sein? Dann probierten Neugierige Okonomiyaki, Shabu Shabu, Sukiyaki, Tempura, Okonomiyaki, Ramen oder lassen sich zum traditionellen Enkai einladen. Bislang noch unbekannte Namen, aber nach einer Japanreise traumhafte Erinnerungen, schreibt Petra Meyer in einer Pressemitteilung.

Das habe auch die Megacity Tokio versprochen. Hier tobte das Leben. Zur Einstimmung ließ sich die Gruppe an der größten Kreuzung in Shibuya treiben und die Eindrücke auf sich wirken. Wie Ameisen wimmelten die Menschen über die Straße. Zeigte die Ampel rot, war der Spuk in Sekundenschnelle vorbei. So funktioniert Tokio. Selbst die größte Menschenmenge ist zu bändigen.

"Trotzdem - oder gerade deswegen - lieben die Japaner alles, was nicht der Norm entspricht", sagt Meyer, "die Gäste waren von Katzen- oder Hundecafés verblüfft. Oder von Igel- oder Eulencafés, von Roboter-Shows und Maid Cafés, Manga, Cosplay und Anime". Und wer sich davon nicht angesprochen fühlte, habe auch in Tokyo ruhigere Ecken, ausladende Parks, ansprechende Museen und faszinierende Tempel gefunden. Das alles waren nur kleine Einblicke in Erlebnisse, welche die Teilnehmer der Leserreise mit nach Hause gebracht haben. "Sie alle waren sich einig: Japan bleibt unbeschreiblich, man muss es selbst erlebt haben", resümiert Petra Meyer.

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