Nach der großen Sperrung: Verkehr fließt zäh im Ferienmodus durch Böblingen

Der erste Werktag nach der halbseitigen Sperrung der Herrenberger Straße profitiert von der Ferienzeit

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    Nadelöhr: Der Rückstau auf der Parkstraße zieht sich bis zur Wandelhalle Foto: mis

Artikel vom 11. Juni 2019 - 17:00

Von Michael Stürm

BÖBLINGEN. Beeinträchtigt, aber vom Chaos noch weit entfernt: Der Verkehr hat sich am ersten Werktag nach der halbseitigen Sperrung der Herrenbergerstraße zwischen Calwer Straße und Parkstraße am Dienstag zäh fließend durch die Böblinger Innenstadt bewegt.

Am Vormittag war vor allem die Ost-West-Richtung die Achillesferse. Die Autos stauten sich in der Parkstraße teilweise bis zum Landratsamt zurück, da an der Einmündung in die Herrenberger Straße nur noch ein Rechtsabbieger zur Verfügung steht. Auch die als Umleitungsstrecke ausgewiesene Berliner Straße war stark belastet. Dort reihten sich die Autos bis zur Steinbeisstraße auf.

Am Mittag war dann die Nord-Süd-Richtung vom Stau betroffen. Entlang der Herrenberger Straße stockte es stadtauswärts vom Elbenplatz bis zur Abbiegung in die Berliner Straße.

Wie berichtet, wird die zentrale Verkehrsachse zwischen Calwer Straße und Parkstraße saniert. Der Kanal ist zu klein, die Versorgungsleitungen sind brüchig. Aus diesem Grund muss der neuralgische Abschnitt, auf dem der Ost-West-Verkehr auf den Nord-Süd-Verkehr trifft, in vier Bauabschnitten bis zum März 2020 komplett aufgerissen werden. Dies nutzt die Stadt, um anschließend die Radwegverbindung durch die Stadt in diesem Abschnitt weiterzubauen.

Die derzeitigen Behinderungen geben erst das Vorspiel für den echten Belastungstest. Denn noch sind Pfingstferien und das Daimlerwerk in Sindelfingen hat Betriebsruhe - Faktoren, die für Entspannung auf den Straßen sorgen. Die erste wirkliche Herausforderung wartet auf die Innenstadt am Montag, 24. Juni, wenn der Berufsverkehr wieder voll über die Stadt hereinbricht.

Die Stadtverwaltung rät den Autofahrer bereits jetzt, die Innenstadt über die B 464 und das Flugfeld weiträumig zu umfahren.

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