Erdhebungen: Allianz will weitereSchäden ansehen

Im Hebungsgebiet Süd werden die Betroffenen angeschrieben

Artikel vom 17. Mai 2019 - 18:06

BÖBLINGEN (red). Bei der Begleichung der Erdhebungsschäden wird es nun auch im südlichen Hebungsgebiet vorangehen. Vor Kurzem hatte das Landratsamt berichtet, dass sich dort die Hebungsgeschwindigkeit verlangsamt habe. Das zeige den Erfolg der Sanierungen und lasse zu, dass die Allianz mit der Begutachtung der Schäden beginne. Nun hat die Versicherung tatsächlich mitgeteilt, dass sie Betroffene anschreiben wolle und darum bitte, entsprechende Unterlagen bis 15. Juli einzureichen.

"Um die Betroffenen in der Feststellung der Schadenhöhe zu unterstützen, werden wir auch für das Hebungsgebiet Süd ein örtliches Ingenieursbüro mit der Feststellung beauftragen", schreibt die Allianz, "aufgrund der erfreulichen Entwicklung der verlangsamten Hebungsgeschwindigkeit hoffen wir, dass wir mit den Begutachtungen ab September 2019 beginnen können. Das Ingenieurbüro wird sich dann mit den Geschädigten in Verbindung setzen und Termine zur Begutachtung der Schäden vereinbaren." Auch im Hebungsgebiet Süd müsse man davon ausgehen, dass die zur Verfügung stehende Deckungssumme nicht ausreicht, um alle Schäden zu begleichen. Derzeit würden die Gutachter Ingo Sass und Oliver Brand, die 2016 und 2017 die geologischen und versicherungsrechtlichen Gutachten erstellt haben, die Inhalte des Gutachtens des Landesamtes prüfen. "Sobald uns das Ergebnis vorliegt werden wir dieses den Betroffenen vorstellen", lässt die Versicherung wissen.

Etwas weiter ist man bereits im nördlichen Hebungsgebiet (die KRZ berichtete). Ein Gutachten hat den Sachschaden auf 7,8 Millionen Euro festgelegt, das Bohrunternehmen ist bei der Allianz aber nur mit fünf Millionen versichert. Nun versucht die IG Erdhebungen das Land dazu zu bringen, die Deckungslücke zu schließen.

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