Sackgasse

Kommentar

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    Foto: Bischof

Artikel vom 16. Mai 2019 - 17:30

Von Robert Krülle

Der Masterplan Schlossbergring soll am Mittwoch beschlossen werden. Vier Jahre lang haben sich Verwaltung und Stadträte mit diesem Projekt herumgeschlagen, das wesentliche Fragen zur Innenstadtentwicklung beantworten sollte. Was ist übrig? Die beiden konkreten Großvorhaben, der Neubau der Musikschule auf dem Schlossberg und der Umbau des Elbenplatzes, stehen massiv in der Kritik - wenn überhaupt, werden sie wohl nur zum Teil umgesetzt. Darüber hinaus bleibt das Abschlusspapier an vielen Stellen vage, einzelne Maßnahmen wie die Umgestaltung der oberen Poststraße oder das überfällige Einrichten eines Parkleitsystems hätte man auch ohne Gesamtkonzept angehen können. Nun ist nicht einmal sicher, in welchem Umfang der Masterplan überhaupt verabschiedet wird. Reichlich spät wird Kritik laut, das Projekt sei zu schlecht kommuniziert worden und an den Bürgern vorbeigelaufen. Jetzt heißt es: Augen zu und durch - oder doch noch einmal (in Teilen) umkehren. Bei allem Bemühen der Beteiligten gibt der Masterplan Schlossbergring derzeit nicht den Weg in die Zukunft vor, sondern hat in eine Sackgasse geführt. Diese vertrackte Lage muss der Stadtverwaltung und den Räten deutlich machen, dass sie die Art und Weise eines solchen Entwicklungsprozesses grundsätzlich überdenken müssen.

 

 

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