Wettbewerb "Jugend debattiert": Böblinger Schüler beim Landesfinale am Freitag in Stuttgart dabei

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    Gut gestritten (von links): Florian Stupp (9a), Anton von Schaper (10a) und Max Kissel (10b), alle vom Otto-Hahn-Gymnasium Foto: red

Bundesweit nehmen rund 200 000 Schüler von 1200 Schulen am Wettbewerb "Jugend debattiert" teil. Bei der regionalen Ausscheidung haben sich ein Trio des Otto-Hahn-Gymnasiums in Böblingen und ein Schüler des Gymnasiums Rutesheim für den Landesentscheid qualifiziert. Er findet am Freitag im Stuttgarter Landtag statt.

Artikel vom 02. April 2019 - 15:18

BÖBLINGEN (red). Wer es auf die Regionalebene geschafft hatte, trat zum Wettbewerb am Otto-Hahn-Gymnasium in Böblingen an. Neben Schülern der Gastgeber hatten sich auch Teilnehmer vom Gymnasium Rutesheim, vom Hegel-Gymnasium in Stuttgart- Vaihingen und von der Realschule Hinterweil in Sindelfingen qualifiziert. In zwei Altersgruppen wurden über mehrere Stunden viele aktuelle Themen diskutiert.

Beim Debattieren geht es darum, bei einer vorgegebenen Streitfrage die Pro- oder Contra-Position zu vertreten und diese vor der Gegenseite zu verteidigen. In der 20 Minuten dauernden Debatte beziehen jeweils zwei Teilnehmer die Für- und zwei die Wider-Seite. Ob der Debattant sich für oder gegen die Streitfrage ausspricht, entscheidet kurz zuvor das Los. Wichtig sind neben der Sachkenntnis vor allem die Überzeugungskraft, die Ausdrucksweise und die Gesprächsfähigkeit.

Zu Beginn hat jeder Teilnehmer in einer zweiminütigen Eröffnungsrede Zeit, seine Position zu begründen und seine wichtigsten Argumente zu benennen. Diese werden in einer vorgegebenen Reihenfolge nacheinander gehalten. In der darauffolgenden zwölf Minuten langen Aussprache folgt ein Schlagabtausch der Argumente, bei der jede Seite versucht, die andere von der eigenen Position zu überzeugen. Zum Abschluss hat jeder Debattant in einer einminütigen Schlussrede die Gelegenheit, nochmals seine Position darzulegen und die für ihn wichtigsten Punkte zu wiederholen. Die Debatte wird von einer Jury bewertet, die die Sieger schließlich kürt. Diese haben sich dann für die nächste Wettbewerbsrunde qualifiziert.

Soll es das Schulfach "Reparieren von Elektrogeräten " geben?

Debattiert wurde zum Beispiel über die Einführung eines Schulfachs, das sich ausschließlich mit dem Reparieren von Elektrogeräten beschäftigt; über die Frage, ob der öffentliche Busverkehr zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf Elektrobetrieb umgestellt werden sollte; oder ob mehr fremdsprachige Filme ohne deutschsprachige Synchronstimme gezeigt werden sollten.

Am Ende des Regionalwettbewerbs stand fest, wer den Regionalverbund Stuttgart/Südwest auf dem Landeswettbewerb in Stuttgart vertreten wird: Florian Stupp, Anton von Schaper und Max Kissel vom Böblinger Otto-Hahn-Gymnasium sowie Kai Neumann vom Gymnasium Rutesheim.

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