Großübung am Sonntag bei der Wildermuth-Kaserne

Rund 1000 Beteiligte auch in Ludwigsburg im Einsatz - Explosions- und Schussgeräusche zu erwarten

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    Am Sonntag geht es an der Wildermuth-Kaserne hoch her / Foto: Bischof/Archiv

Artikel vom 21. März 2019 - 16:00

LUDWIGSBURG/BÖBLINGEN (red). Große und mitunter auch für Einsatzkräfte lebensbedrohliche Einsatzlagen gehören nicht zum Alltag. Dennoch oder gerade deshalb müssen all jene Organisationen, die mit polizeilicher und nichtpolizeilicher Gefahrenabwehr betraut sind, in einem solchen Fall gut vorbereitet sein.

Um die Abläufe zu üben und auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen, findet am Sonntag, 24. März, zwischen 7 und etwa 15 Uhr eine kreis- und behördenübergreifende Übung mit realitätsnahen Szenarien im Bereich der Wildermuth-Kaserne in Böblingen sowie am Residenzschloss und dem Krankenhaus in Ludwigsburg statt. Mit insgesamt rund 1000 Einsatzkräften, Statisten und Beobachtern wird es eine der größten bisher durchgeführten Übungen in Baden-Württemberg sein. Mit Verkehrsbehinderungen in der Nähe der Einsatzorten ist zu rechnen. Die Verantwortlichen bitten die Bürgerschaft um Verständnis.

"Diese Übung ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten", ist Polizeivizepräsident Burkhard Metzger überzeugt. "Wir wollen damit die Bewältigung einer komplexen Lage mit Ereignisorten in beiden Landkreisen und dabei auch das Zusammenwirken mit weiteren Polizeipräsidien - in diesem Fall dem Polizeipräsidium Stuttgart und dem Polizeipräsidium Einsatz - trainieren." Der Erste Landesbeamte und stellvertretende Landrat des Landkreises Böblingen, Martin Wuttke, ergänzt: "Den Unterschied zwischen einer normalen Schadenlage und einem Anschlagsszenario zu erkennen und dann entsprechend zu handeln, ist das Hauptziel der Übung, genauso die Zusammenarbeit an der Einsatzstelle."

Im Interesse eines realitätsnahen Übungsszenarios werden sowohl am Residenzschloss in Ludwigsburg als auch an der Wildermuth-Kaserne in Böblingen Explosions- und Schussgeräusche hörbar sein. Im Verlauf der Übung werden zahlreiche Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sein. In Böblingen wird auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Die eigentlichen Übungsräume werden von der Polizei abgesperrt und auch entsprechend ausgeschildert. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg wird die Übung auf Facebook und Twitter begleiten.

Für Fragen im Zusammenhang mit der Übung ist im Übungszeitraum ein Info-Telefon geschaltet unter (0 71 41) 18-50 10.

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