Wie sauber ist die Luft?

Grünen-Kandidaten informieren über Messergebnisse

Artikel vom 05. März 2019 - 15:24

BÖBLINGEN (red). Das Team um Dorothea Bauer und Hannah Behm stellte die Ergebnisse der seit Juli 2017 installierten Bürgersensoren zur Feinstaubmessung in der Bahnhofstraße vor.

Extrem hohe Werte wurden an Silvester gemessen, als das 320-fache des erlaubten Grenzwerts erreicht wurde, heißt es in einer Pressemitteilung. Es fehlte der Wind, um den Feuerwerksqualm wegzupusten. Auffällig seien auch 2018 die Ergebnisse des Feinstaubsensors am Bahnhof gewesen. Dort habe es zu viele Überschreitungstage gegeben, so dass die Stadtverwaltung nun eine offizielle Ganzjahresmessung am Bahnhof durchführen lasse.

Auch der Lärm ist ein Thema

"Bei dem stürmischen Wetter kamen nicht die Massen" so Dorothea Bauer, seit zwei Legislaturperioden im Böblinger Gemeinderat, "aber Interessierte, die sich teilweise auch schon vorher fachkundig gemacht hatten."

Das Thema sei komplex und die Zuordnung, was Feinstaub und was Stickstoffdioxid ist, für den technischen Laien nicht immer einfach.

Immer wieder wurde in den Gesprächen auch Lärm als Belästigung genannt, berichtet Bauer. "Ständiger Lärm ist eine große Belastung für unsere Gesundheit," weiß Hannah Behm, Sprecherin des Ortsverbandes, die in diesem Jahr erstmals für den Gemeinderat kandidiert, und ergänzt, dass ein Lärmaktionsplan bereits vorliegt, der nun möglichst schnell umgesetzt werden sollte. Er sieht Temporeduzierungen und lärm-mindernde Fahrbahnbeläge in den besonders betroffenen Straßen vor.

"Wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind, wird es in der Karlstraße vielleicht bald einen weiteren Bürgersensor geben," freut sich Dorothea Bauer. "Seit dort Busse in der Gegenrichtung zugelassen sind, gibt es sehr häufig Staus, was naturgemäß nicht gut ist für die Luftqualität." Da bestehe Handlungsbedarf.

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