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Bootsbetrieb am Oberen See: Neue Lösung in Arbeit

Bei den Böblinger Naturfreunden werden die Mitglieder älter und weniger - Verein gibt Betrieb am Oberen See spätestens 2020 ab

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    Bootfahren gehört am Oberen See dazu - auf diesem Archivfoto von 2005 ist sogar noch die bewachsene Insel rechts zu sehen Foto: Bischof/Archiv

Den Naturfreunden fehlt der Nachwuchs, die Mitgliederzahlen gehen zurück, die Aktiven werden immer älter. Deshalb kann und will der Verein den Bootsverleih am Oberen See nicht mehr stemmen (die KRZ berichtete). Gemeinsam mit der Stadt suchen die Böblinger Naturfreunde nun nach einer guten Nachfolgeregelung.

Artikel vom 20. Februar 2019 - 17:00

BÖBLINGEN (red/krü). Auch bei der Jahreshauptversammlung zuletzt war die schwierige Lage des Vereins eines der Hauptthemen. Spätestens ab 2020 werden die Naturfreunde keinen Bootsbetrieb mehr am Oberen See unterhalten. Dies verkündeten die Vorsitzenden Petra Dieterle und Jürgen Schneckenburger. Die Mitgliederentwicklung stellte die Ortsgruppe vor wachsende Probleme, erläuterten die beiden. "So haben wir diesen Entschluss schweren Herzens gefällt", berichtete das Führungsduo bei der Jahreshauptversammlung.

Inzwischen ist ein Treffen mit der Stadtverwaltung erfolgt, um eine Lösung für den Bootsbetrieb zu finden. "Das war sehr konstruktiv, wir sind auf einem guten Weg", berichtete Jürgen Schneckenburger auf KRZ-Nachfrage, "aber es ist noch nichts spruchreif." Klar ist, dass zu den Überlegungen auch das Restaurant gehört, das seit Januar geschlossen hat. Noch müssten einige Gespräche geführt werden, bis man eine gute Regelung präsentieren könne.

Trotz aller aktuellen Schwierigkeiten blickten die Vorsitzenden bei der Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Es wurden Wanderungen und Ausflüge nach Weil der Stadt, ins Schweinemuseum nach Stuttgart, zum Zavelstein, auf die Schwäbische Alb und nach Herrenberg zum Schönbuchturm unternommen.

Die Kreativgruppe unter der Leitung von Katrin Becki bot 2018 das Basteln von Frühlingsgestecken und Adventskränzen an, lud zur Produktion von Naturkosmetik ein und veranstaltete Nähtreffs. Helga Mochel berichtete von den Senioren, die sich jeden ersten Donnerstag im Monat trafen. Gemeinsam unternahmen sie kleine Wanderungen, besuchten Konzerte oder Museen. Ab diesem Jahr wird es aber zunächst keine Seniorengruppe mehr geben, da die Teilnehmer aus Alters- und Krankheitsgründen nur noch sporadisch an den Treffen teilnehmen könnten, berichtete Helga Mochel.

Unter der Leitung von Heinz Bäuerle und Klaus Dieterle wurden das Freizeitzentrum, das Bootshaus und die Boote in Schuss gehalten. Kassiererin Helga Mochel blickte auf ein erfreuliches Jahr zurück.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Petra Dieterle und Jürgen Schneckenburger wieder einstimmig als Vorsitzende gewählt. Die Kasse wird weiterhin von Helga Mochel geführt. Schriftführerin bleibt Gabi Schneckenburger. Hausreferenten sind wieder Klaus Dieterle und Heinz Bäuerle. Die Leitung der Kreativgruppe behält Katrin Becki. Die Seniorengruppe steht unter der Leitung von Helga Mochel.

Geehrt wurden Christa Wolf sowie Waltraud Schmidt und Dieter Mochel, die beide 65 Jahre Vereinsmitglieder sind.

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