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Hesse-Bahn: Positive Reaktionen zur S-Bahn-Variante

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Artikel vom 12. Februar 2019 - 16:18

BÖBLINGEN/CALW (red). Nachdem bei der geplanten Reaktivierung der Bahnstrecke von Stuttgart nach Calw auch eine S-Bahn als wirtschaftlich eingestuft wird, äußern sich nun auch die Beteiligten. Eine Studie soll ermitteln, ob nach der laufenden Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn mit Dieselzügen, im zweiten Schritt auch eine Verlängerung der S-Bahn ein volkswirtschaftlich positives Nutzen-Kosten-Verhältnis erzielt (wir berichteten). Dies ist Voraussetzung, damit staatliche Fördermittel für den Ausbau der Strecke gewährt werden. Unabhängig davon waren sich die Beteiligten einig, dass die Arbeiten zu Reaktivierung der Hesse-Bahn weiterlaufen sollten.

Im Rahmen des Gesamtpakets zum Ausbau der S-Bahn hat der Verband Region Stuttgart mit Unterstützung des Landes beschlossen, in den kommenden Jahren eine zusätzliche Verstärkerlinie in der Hauptverkehrszeit auf der Linie S 6 einzuführen. Auf Wunsch des Landes soll diese Verstärkerlinie als beschleunigte Expresslinie ausgestaltet werden. Damit bestünde die Möglichkeit, diese über Weil der Stadt hinaus bis nach Calw zu verlängern.

Der Calwer Landrat Helmut Riegger freut sich, "dass von allen Beteiligten die weitere Gültigkeit des Stufenkonzepts zur Umsetzung der Hermann-Hesse-Bahn bestätigt wurde. Wenn sich in einem nächsten Schritt Verbesserungen für die Fahrgäste aus Calw nach Stuttgart ergeben, stehen wir dem aufgeschlossen gegenüber und werden die Machbarkeit untersuchen".

Der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas Bopp sieht nach dem positiven Ergebnis der Untersuchung die große Chance, dass Calw und damit der Nordschwarzwald in das S-Bahnnetz eingebunden werden kann und damit eine direkte Verbindung bis Feuerbach Realität werden könnte.

Landrat Roland Bernhard ist sich sicher, dass der Landkreis Böblingen das Gutachten zur S-Bahn-Verlängerung und die Überlegungen zur Expresslinie begrüßt. Beides biete die Chance, sowohl die Belange des Landkreises Calw zur Schienenverbindung in den Raum Stuttgart als auch die Interessen der Anwohner in Weil der Stadt und Renningen zu berücksichtigen. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Befriedung der Diskussion vor Ort. "Für den Landkreis bleibt von hohem Interesse, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen."

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