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Wouahou! Live-Musik, handgemachte Produkte und Öko-Glühwein

Am 14. Dezember startet das neue Wouahou Festival in Böblingen mit Live-Musik, handgemachten Produkten und Öko-Glühwein

Böblingen bekommt ein neues Festival: Das Wouahou. Zwei mal im Jahr soll auf dem Flugfeld die Post abgehen: alternativ und nachhaltig. Vegane Wurst, Open-Air- Bühne und selbstgebastelte Traumfänger. Lebensfreude, Spaß und gute Laune - dafür steht Wouahou. In zwei Wochen geht's los.

Artikel vom 05. Dezember 2018

Von Florian Ladenburger

BÖBLINGEN/SINDELFINGEN. Eine vegane Wurst in der einen Hand, einen dampfenden Öko-Glühwein in der anderen. In der Tasche das von Hand gestaltete bunte Kleid, den Elektro-Pop-Rhythmus der Band Kilnamana in den Beinen. Das alles vereint, klingt ganz nach einem Festival einer Studentenstadt wie Tübingen. Doch weit gefehlt! Nach einem kleineren Testlauf in Stuttgart, landet das alles nicht am Neckar, sondern zwischen Böblingen und Sindelfingen direkt auf dem Flugfeld. Der Name: Wouahou Festival. Ausgesprochen: "Wuahu".

Ein alternatives Festival in Böblingen? Passt das? "Warum nicht?", entgegnet Dominik Ochs, einer der drei Organisatoren. "Ist doch geil! Wir wollen es einfach mal versuchen." Gerade weil es hier so ein Festival noch nicht gibt, sei es total spannend.

Was beim Wasen das Bierzelt, ist beim Wouahou das Tipi

An erster Stelle stehe die Wohlfühl-Atmosphäre. Ja, das Spektakel sei nachhaltig - kein Einweg-Plastik, fair und nachhaltig produzierte Waren, dazu vegetarisches Essen - doch "wir wollen das nicht mit dem erhobenen Zeigefinger rüberbringen", betont Ochs. "Wir wollen das Thema über ein Gefühl rüberbringen." Und wer mit einer Plastiktüte kommt, wird am großen Eingangstor auch nicht abgewiesen.

Der Festplatz auf dem Flugfeld hat mit seinen 12 000 Quadratmetern eine stattliche Größe, die die Veranstalter aber leicht füllen. Herzstück werden die drei großen Hut-Tipis sein. Was beim Wasen das Bierzelt, ist beim Wouahou eben das Tipi. Ausgestattet mit Holz, Fellen, Lichtern - eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre eben. Aber warum gerade ein Tipi?

Das hat mit der Herkunft des Namens Wouahou zu tun. Das war ein Indianerstamm, der für seine alternative Lebens- und Denkweise bekannt war. Sie waren beispielsweise die ersten, die Gemüse anbauten, statt auf die Jagd zu gehen. So zumindest die Erzählung der Veranstalter. Klingt gut, ist aber frei erfunden. Zumindest in Amerika gab es so einen Stamm nie.

Doch das Lebensgefühl, das damit vermittelt werden soll, das gibt es schon. Und so sind die "Wouahou" eine Art modernes Indianervolk. "Jeder der kommt, ist ein Wouahou", sagt Ochs. Damit gibt es den Stamm zumindest von 14. bis 23. Dezember in Böblingen.

"Wouahou ist einfach ein schöner und unbefleckter Begriff"

Dazu kommt: "Wouahou ist einfach ein schöner Begriff, der noch unbefleckt ist", sagt Ochs. "Jeder kann ihn für sich selbst ausfüllen." In Frankreich steht das Wort für Freude, ähnlich wie bei uns Juhu!

Zu den Tipis gesellt sich ein großes Zirkuszelt, in dem Aussteller ihre handgemachten Produkte verkaufen. Mode, Schmuck, und Kunst. "Es ist ein richtiges Zirkuszelt. Es wird auch Artisten zu sehen geben", verrät Ochs. Nachhaltig shoppen mit Show. Zu einem Festival gehört auch Musik und auch daran haben die Veranstalter gedacht, mit einer großen Open-Air-Bühne. Ja, richtig: Eine Bühne unter freiem Himmel im Dezember. "Warum nicht?", fragt Ochs wieder. "Auf dem Weihnachtsmarkt läuft man auch im Freien herum." Stimmt. Jeden Tag spielen ab 17 Uhr Bands und sorgen für gute Stimmung. The Crispies, Tribes of Jizu, Kay Sigl - die Bands kommen aus München, Berlin, aber auch aus England und Österreich. Bei der Mischung ist für jeden was dabei: Vom Singer/Songwriter über Bayerische Mucke bis zum Classic Rock. Außerdem geplant: ein Maskenball zu elektronischer Musik. Das Festival will auch im Sommer wiederkehren, es steigt dann mit leicht verändertem Konzept von 26. Juli bis zum 4. August. Wouahou!

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