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Stadt beteiligt sich an Kampagne gegen Todesstrafe

Cities for Life: Aktionstag am 30. November

Artikel vom 28. November 2018 - 19:00

BÖBLINGEN (red). Der Welttag "Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe" ("Cities for Life") ist jährlich für den 30. November ausgerufen. Die Kampagne wurde von der italienischen Gemeinschaft Sant Egidio initiiert und erinnert an die erste Abschaffung von Todesstrafe und Folter in einem Staat (Großherzogtum Toskana) im Jahr 1786. Auf Beschluss des Gemeinderats vom 7. November 2012 beteiligt sich auch die Stadt Böblingen an dieser Kampagne, die durch die Europäische Union unterstützt wird.

Inzwischen unterstützen die Aktion auf allen Kontinenten über 2000 Städte, darunter eine Vielzahl von Hauptstädten. Alle vereint das Bewusstsein, dass die Todesstrafe, als überflüssiges Relikt der Vergangenheit, weltweit abgeschafft werden muss. Der internationale Tag "Cities for Life" sei die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen, teilt der städtische Pressesprecher Fabian Strauch mit.

In Deutschland haben sich in den vergangenen 17 Jahren über 200 Städte am Aktionstag durch Veranstaltungen beteiligt. Es sei wichtig das auch Böblingen, ebenso wie die anderen Städte ein Zeichen gegen die Todesstrafe setzten.

Zwar konnte Amnesty International 2018 weltweit vier Prozent weniger Todesurteile als im Jahr zuvor verzeichnen und auch die Zahl der tatsächlichen Vollstreckungen ging zurück. Vor allem aber in Krisengebieten im Nahen Osten steigen die Vollstreckungszahlen.

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