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Böblinger Schüler-Geographen auf Exkursion

Kurse des Otto-Hahn-Gymnasiums und des Albert-Einstein-Gymnasiums haben das Ruhrgebiet erkundet

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    Schüler des OHG und AEG bei einer Exkursion ins Ruhrgebiet Foto: red

Artikel vom 28. November 2018 - 19:00

BÖBLINGEN (red). Für drei Tage ins Ruhrgebiet: Die vierstündigen Geografiekurse von Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) und Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) sind auf Erkundungsreise gegangen.

Warum das Ruhrgebiet? Die Wirtschaftsregion sei spätestens seit der Industrialisierung bedeutsam für die Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland und biete außerdem viele verschiedene Facetten, erläutern die Organisatoren.

Die frühere Hochburg für Braun- und Steinkohleabbau, aber auch Hochburg der Stahlindustrie habe in den letzten Jahren einen Wandel durchlebt: Erst war sie Industriemetropole, dann eine Industriebrache, bis sich ein großes Angebot an verschiedensten kulturellen Angeboten und neu angesiedelten Branchen wie die Biotechnik vor Ort entwickelt hat.

"Das Ruhrgebiet ist Repräsentant vieler spannender Themen, die auch für uns Schüler, unter anderem auch in Bezug auf das Abitur 2019, eine wichtige Rolle spielen", erklären die Schüler. Sie besuchten die Zeche Zollverein Essen und den Landschaftspark Nord in Duisburg.

"Wir haben einiges über die stillgelegten Zechen, die letzte deutsche Steinkohleförderung und den derzeitigen Braunkohleabbau gelernt", berichten die Geografen, "außerdem haben wir über die aktuelle Problematik im Hambacher Forst und die Stahlweiterverarbeitung bei Thyssen-Krupp in Bochum gesprochen."

Bei einer Stadtführung durch Oberhausen erfuhren sie unter anderem etwas über die Lebensbedingungen der Arbeiter zur Blütezeit des Kohleabbaus und wie sich in Folge des Strukturwandels Gesellschaft und städtischer Raum veränderten.

Im Trainingsbergwerk durften die Schüler dann selbst aktiv werden: Beim Grubenfahrrad-, Dieselkatze- und Baggerfahren oder bei leichten Presslufthammer- und Bohrarbeiten. "Es war trotz des teilweise schlechten Wetters und dem straffen Programm immer spannend. Die gute Laune ging nie verloren", zeigten sich die Schüler zufrieden.