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Zehn Jahre Schüleraustausch mit Moskau

Sieben Schülerinnen vom Otto-Hahn-Gymnasium besuchen mit ihren Russischlehrerinnen die Partnerschule

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    Stadtbummel in Moskau Foto: red

Artikel vom 27. November 2018 - 14:00

BÖBLINGEN (red). Russisch als dritte Fremdsprache hat am Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) eine lange Tradition. Seit über 45 Jahren pflegt die Schule - anfangs noch in den schwierigen Zeiten des "Kalten Krieges" - Kontakte in Form von Exkursionen und Sprachreisen in die damalige Sowjetunion. Seit 2008 hat das OHG einen regelmäßigen Schüleraustausch mit einer Schule in Moskau, dem so genannten Bildungszentrum Nr. 1679.

Ende September waren sieben deutschen Schülerinnen, mit ihren Russischlehrerinnen Antje Brokoph und Tatjana Bier in der Moskauer Partnerschule und den russischen Familien zur Gast. Anlässlich des Jubiläums besuchte auch Schulleiterin Stefanie Bermanseder die Partnerschule. "Im Rahmen des Austauschs lernen die Teilnehmer die Sprache, Schulalltag, Bräuche, Traditionen und Kultur ganz intensiv kennen", hebt Bermanseder hervor, "die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und Lehrkräfte sind sowohl in Russland, als auch in Deutschland sehr engagiert und bemüht, so dass der Austausch ein unvergessliches Erlebnis wird. Das ist auch dieses Jahr gelungen."

Die Schüler machten Ausflüge in die Parks, gingen auf den Roten Platz, in Museen im Kreml und besuchten Bildergalerien, Geschichts- und Kunstmuseen. Aber auch die Theateraufführungen in der Partnerschule, der Besuch eines Theaters der russischen Folklore "Zolotoje Kolzo" und Schwanensee im Bolschoj-Theater gehörten zum Programm. Tatjana Bier ist mit dem Besuch zufrieden: "Unsere Schülerinnen haben viel vom Moskauer Schulalltag mitbekommen und die Unterschiede und Ähnlichkeiten wahrgenommen. Etwa der späte Schulbeginn um 8.30 Uhr, oder auch die Schuluniform und manche Unterrichtsinhalte".

Was den Schülern in Erinnerung bleiben wird? "Die russische Gastfreundschaft, das leckere Gebäck bei "Teepartys", dass sich das herbstliche Wetter der russischen Metropole gut ertragen ließ", schreibt die Schule in einer Pressemitteilung.

Der Rückbesuch in Deutschland fand im fliegenden Wechsel gleich zwei Wochen später statt. Insgesamt kamen zwölf russische Schüler sowie die zwei Kolleginnen aus Russland, Olga Boyko und Emma Barzunova, für neun Tage nach Böblingen, wo sie in Gastfamilien aufgenommen wurden.

Die russischen Gastschüler hatten ihrerseits die Möglichkeit, das Schulleben sowie den Alltag eines deutschen Schülers mitzuerleben. Zudem besuchte die Gruppe bekannte Orte in Stuttgart und Umgebung, wie das Daimlerwerk, das Mercedesmuseum, Tübingen und Ludwigsburg. Die Highlights des Austausch-Programmes aus Schülersicht, so das Otto-Hahn-Gymnasium, waren der Besuch der Schokowerkstatt "Rittersport" und des Tripsdrill-Parks.

Am Tag des Abflugs sind sogar Tränen geflossen. Das Otto-Hahn-Gymnasium freut sich aber schon auf die Moskau-Fahrt im 2019.

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